Aktie im Fokus
Was wird aus der T-Aktie?

Die Deutsche Telekom könnte sich von ihrer Mobilfunktochter in den USA trennen. Was das für die Aktie heißt, ist allerdings noch nicht klar. Während manche Analysten die Telekom nun zum Kauf empfehlen, erwartet ein anderer einen drastischen Gewinneinbruch.

HB FRANKFURT. Nach der Diskussion über die Zukunft des Mobilfunkgeschäftes in Großbritannien rückt nun auch T USA-Mobile wieder in den Fokus. Diese wichtige Tochter des Dax-Konzerns verschlinge Milliarden und zähle zu den größten Wertevernichtern in dem Telekomkonzern, heißt es in der "Financial Times Deutschland". Nun wird über einen möglichen Verkauf der US-Mobilfunktochter spekuliert. Was das für die Aktie heißt, ist allerdings noch nicht klar. Heute liegt sie fast unverändert bei 8,31 Euro.

Die UniCredit hat die Einstufung auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 10,25 Euro belassen. Es sei für ihn keine Überraschung, dass die Deutsche Telekom das US-Geschäft kritisch einschätze, schrieb Analyst Thomas Friedrich in einer Studie vom Montag. Aufgrund des Presseberichts gehe er davon aus, dass die Restrukturierungsmaßnahmen bei der Deutschen Telekom vorangingen.

Auch Independent Research (IR) empfiehlt die Aktie zum Kauf mit einem Kursziel von 9,00 Euro. Es sollte eine ausreichende Anzahl an Interessenten für T USA-Mobile geben, die mit einem möglichen Kauf ihre Marktanteile steigern wollen, schrieb Analyst Rossen Koev in einer Studie vom Montag. Allerdings dürfte zurzeit ein Erlös in Nähe der Marktwerts schwer zu erzielen sein. Er rechne daher nicht mit einem schnellen Verkauf der britischen und der US-amerikanischen Tochter.

Bei der DZ Bank ist man skeptischer. Die Analysten senkten das Kursziel von 8,00 auf 7,70 Euro und beließen das Votum auf "Verkaufen". Eine Gewinnwarnung bei dem Ex-Monopolisten sei wahrscheinlich, zog Analyst Joeri Sels in einer Studie vom Montag sein Fazit. Die Kurszielsenkung begründete er mit der Reduzierung seiner Schätzungen für 2009 bis 2011 um weitere ein bis zehn Prozent.

Sels rechnet am 6. August mit schwachen Zahlen für das zweite Quartal. Sie dürften zeigen, dass die Gesamtjahresziele nur schwer erreichbar seien. Auch im dritten Quartal rechnet der Analyst nicht mit einer signifikanten Verbesserung, da er von gedämpfter Reiselust, einem veränderten Mobilfunknutzerverhalten und negativen Auswirkungen regulatorischer Maßnahmen ausgehe.

Mit der Einstufung "Verkaufen" gehen die Analysten der DZ Bank davon aus, dass die Aktie in den kommenden zwölf Monaten um mehr als fünf Prozent fallen wird.

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