Aktie im Fokus
Weniger Gegenwind für Nordex

Die Aktien von Nordex haben sich deutlich erholt. Denn die Aussichten des Konzerns sind besser als erwartet. Anfang der Woche war der Kurs eingebrochen, weil die Ökostrom-Förderung eingeschränkt werden könnte.
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DüsseldorfFlorierende Geschäfte in Europa und prall gefüllte Orderbücher stimmen den Windturbinenbauer Nordex zuversichtlicher. Das mittelfristige Ziel eines Umsatzes in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro und Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von fünf Prozent will Nordex bereits im Jahr 2015 erreichen. Das sei früher als geplant, erklärte Vorstandschef Jürgen Zeschky am Donnerstag in einem Brief an die Aktionäre.

Die positiven Aussichten sorgten an der Börse für einen Kurssprung und etwas Entspannung. Die Aktie legte um mehr als sieben Prozent auf 12,50 Euro zu und pendelte später um 12,25 Euro. Die Aktie war damit der größte Gewinner im TecDax. Damit haben die Titel seit Jahresbeginn ihren Wert mehr als vervierfacht. Zu Jahresbeginn notierte die Aktie bei drei Euro.

Zuletzt hatten dagegen die Pläne von Union und SPD die Anleger vergrault. Aktien von Nordex gerieten wie die von anderen Windkraftanlagenbauern unter erheblichen Druck. Denn CDU/CSU und SPD wollen die Ökostrom-Förderung in Zukunft einschränken.

Diese Pläne haben insbesondere am Montag bereits zu einem massiven Kurseinbruch bei Windkraftanlagenbauern geführt. So verloren die Aktien von Nordex von Montag bis Mittwoch mehr als 20 Prozent. Zeitweise kosteten sie Anfang der Woche nur noch 10,50 Euro.

Bei ihren Verhandlungen zu einer Großen Koalition planen Union und SPD kräftige Einschnitte bei der Windenergie. Die Parteien wollen nicht nur Standorte an Land geringer fördern, sondern auch den Ausbau auf hoher See einschränken.

Die Schweizer Großbank UBS stuft die in den Koalitionsgesprächen geplanten Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in einer Branchenstudie zwar als „moderat“ ein. Der Ausbau bei der alternativen Energiegewinnung dürfte sich aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren verlangsamen, so die Einschätzung der Analysten

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Windanlagenbauer leiden unter Überkapazitäten

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