Aktie im Fokus
Wieder Dax-Chaos: Conti-Aktie spielt verrückt

Auf dem deutschen Aktienmarkt erlebten Anleger heute ein Déjà-vu. Ein einzelner Dax-Wert legte zeitweise um 50 Prozent zu. Wieder sollte angeblich Porsche seine Finger im Spiel haben. Dabei ging es diesmal nicht um Volkswagen, sondern um die Continental-Aktie.

HB FRANKFURT. Der Sportwagenbauer Porsche hat Spekulationen um einen Einstieg beim Zulieferer Continental zurückgewiesen. An diesen Gerüchten sei "definitiv nichts dran", sagte ein Porsche-Sprecher. Conti-Aktien hatten zuvor in der Spitze mehr als 50 Prozent auf 44,99 Euro zugelegt. Nach dem Dementi reduzierte sich das Kursplus, die Aktie lag zum Schluss 27 Prozent im Plus bei 37,27 Euro.

Der Dax kletterte um 1,3 Prozent auf 4 710 Punkte. Im Unterschied zur Volkswagen-Aktie, die den Dax vor Wochen aus dem Gleichgewicht brachte, blieb der Effekt des Conti-Höhenflugs für den Index begrenzt. Continental-Aktien machen zurzeit nur 0,8 Prozent des gesamten Index-Gewichts aus, während es VW in der Spitze auf 30 Prozent gebracht hatte.

Neben den Übernahmespekulationen nannten Börsianer einen sogenannten "Short Squeeze" als Ursache für den Ausschlag bei der Aktie. Einige hätten offenbar darauf gesetzt, dass die Übernahme von Conti durch Schaeffler scheitert, sagte ein Börsianer.

Diese Anleger müssten sich nun mit den Papieren eindecken, um ihre Verluste zu begrenzen. Da aber nur noch wenige Papiere am Markt verfügbar seien, komme es zu einem Angebotsengpass, der die Kurse in die Höhe treibe.

Der Automobilzulieferer Schaeffler hatte von der EU-Kommission „grünes Licht“ für die formelle Anmeldung der Continental-Übernahme erhalten. „Damit dürfte es keine weiteren Verzögerungen mehr geben und der Prüfungsautomatismus starten“, sagte ein Börsianer.

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