Aktie im Sinkflug: Air Berlin enttäuscht die Börse

Aktie im Sinkflug
Air Berlin enttäuscht die Börse

Die Aktionäre von Air Berlin sehen rot: Nachdem bekannt geworden war, dass die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft im vergangenen Jahr im Minus gelandet ist, ging es an der Börse abwärts.
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FrankfurtMit einem kräftigen Kursabschlag hat die Börse auf Zahlen von Air Berlin reagiert. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft rutschte im vergangenen Jahr in die roten Zahlen, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Die Aktie fiel daraufhin um mehr als vier Prozent auf 3,60 Euro. Nach vorläufigen Daten erzielte die Fluggesellschaft 2010 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) „im negativen einstelligen Millionenbereich“, heißt es in einer Börsen-Pflichtmitteilung. Hintergrund seien Sondereinflüsse im November und Dezember, vor allem der strenge Winter in Europa und ein Fluglotsenstreik in Spanien.
Mitte November hatte Air Berlin einen operativen Verlust im vierten Quartal angedeutet, aber die Prognose bekräftigt, dass das Ebit 2010 höher ausfallen sollte als 2009 mit 28,5 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen für 2010 will Air Berlin am 24. März
veröffentlichen.

Nomura hat die Aktie von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 5,10 auf 2,80 Euro gesenkt. Die Fluggesellschaft habe mit der deutschen Fluggaststeuer, den wachsenden Kurzstreckenkapazitäten des Wettbewerbers Lufthansa sowie steigenden Treibstoffkosten zu kämpfen, schrieb Analyst Mark McVicar in einer Branchenstudie. Zudem sei die bilanzielle Situation mittlerweile etwas angespannt. Wenngleich die Aufnahme von Air Berlin in die Oneworld-Alliance einige Vorteile bringe, ziehe er die Aktien reiner Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet vor.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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