Aktie knickt ein
Anleger flüchten aus Telekomkonzern KPN

Für den Telekomkonzern KPN kommt es richtig dick: Erst scheitert der Verkauf von Tochter E-Plus; dann bietet der mexikanische Milliardär Carlos Slim den Niederländern acht Euro je Aktie. Jetzt haben die Anleger genug.
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FrankfurtVom Management enttäuschte Aktionäre haben am Freitag ihre KPN-Anteile verkauft. Die Aktien des niederländischen Telekom-Konzerns fielen in der Spitze um 6,5 Prozent auf 6,995 Euro.

Zwei Dinge stachelten laut Händlern die Skespis der Anleger an: Zum einen der missglückte Verkauf der deutschen Tochter E-Plus. Dieser Schritt sollte eigentlich die Kapitalkraft von KPN stärken und so auch den Aktienkurs ordentlich nach oben treiben. Damit wollte KPN beweisen, dass die vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim vorgelegte Offerte von acht Euro je Aktie für bis zu 27,7 Prozent an KPN zu niedrig sei. Dieses Vorhaben ging schief, und der jüngste Aktienzukauf von Slim weckte zusätzliche Zweifel.

Denn der von Slim kontrollierte Mobilfunkkonzern America Movil schaffte es am Donnerstag binnen eines Tages, seinen KPN-Anteil von 8,7 auf 21 Prozent aufzustocken. „Offensichtlich werden Slim jede Menge Aktien zu einem deutlich günstigeren Preis als die offerierten acht Euro angeboten“, hieß es. „Wer soll dann noch glauben, dass KPN-Anteile mehr wert sind?“ Slim will mit der Beteiligung am niederländischen Ex-Monopolisten seine Stellung in Europa ausbauen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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