Aktie knickt ein: Metro muss Konsumkrise fürchten

Aktie knickt ein
Metro muss Konsumkrise fürchten

Metro hat im abgelaufenen Jahr gut verdient. Doch das reicht den Anlegern nicht. Sie fürchten, dass der Handelskonzern unter den Krisen von Nordafrika bis Japan leiden könnte. Die Aktie gibt kräftig nach.
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Frankfurt.Der Handelskonzern Metro hat kräftig gespart und seinen Gewinn gesteigert. Aber Sparen allein reicht den Anlegern nicht mehr. Sie verlangen von den Unternehmen, dass sie nach überstandener Krise wieder aus eigener Kraft wachsen – und nicht nur die Kosten drücken. Doch das fällt der Metro schwer, erst recht wenn jetzt auch noch die Krisen von Nordafrika bis Japan das weltweite Konsumklima belasten sollten.

Entsprechend fiel die Reaktion der Börse auf die am Dienstag präsentierten Zahlen aus: Die Metro-Aktie gab 4,5 Prozent auf 47,85 Euro nach und war damit mit Abstand schwächster Wert im Dax.

Dass Deutschlands größter Handelskonzern das Jahr 2010 dank seines strikten Sparprogramms („Shape 2012“) mit einem Rekordgewinn beendet hat, geriet fast schon zur Nebensache. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sonderfaktoren stieg um 19,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Nicht schlecht, aber andere Dax-Unternehmen sind da schon deutlich weiter. Nach einer Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young verzeichneten die 30 Dax-Konzerne im Geschäftsjahr 2010 einen Gewinnanstieg um durchschnittlich 66 Prozent.

Ähnlich fällt das Bild beim Umsatz aus. Der Düsseldorfer Konzern, zu dem neben den gleichnamigen Großmärkten auch die Elektronikmarktketten Media Markt und Saturn, die Real-SB-Warenhäuser und die Warenhauskette Kaufhof gehören, steigerte seinen Umsatz gerade einmal um 2,6 Prozent auf 67,3 Milliarden Euro. Dagegen erzielten die Dax-Unternehmen im Schnitt ein Plus von 13 Prozent. In diesem Jahr soll der Umsatz zwar stärker zulegen, die Prognose fällt allerdings für den Geschmack der Investoren zu vorsichtig aus.

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