Aktie legt guten Start hin
Neue Hypo Group überzeugt die Analysten

Die neue Immobilienbank Hypo Real Estate hat einen überraschend guten Start an der Börse hingelegt. Die Aktie, die heute erstmals an der Frankfurter Börse notierte, konnte zunächst deutlich zulegen. Auch erste Analysten haben bereits ihre Empfehlung zu der neuen Aktie abgeben, und die Urteile fielen dabei durchweg positiv aus.

HB/cbu FRANKFURT/MÜNCHEN. Die Analysten des Bankhauses Sal. Oppenheim haben am Montag die Bewertung der Hypo Real Estate Group (Hypo Group) mit „Outperform“ aufgenommen und ein Kursziel von 15 Euro gesetzt. „Die Aktie ist auf dem aktuellen Niveau günstig bewertet“, sagte Metehan Sen, Bankenanalyst bei Sal. Oppenheim. Die Aktien der Immobilientochter der Hypovereinsbank (HVB) notierten am Montag erstmals separat an der Börse.

Auch das Bankhaus Metzler hat die Aktie der Hypo Real Estate Group in einer Ersteinschätzung mit einem Kursziel von 18 € zum Kauf empfohlen. „Das Unternehmen hat eine starke Kapitalbasis und eine klare internationale Strategie“, sagte Metzler-Analyst Guido Hoymann. Zudem habe die Hypo Group einen klaren Zeitplan vorgelegt, wie sie ihre Abhängigkeit vom schwierigen deutschen Immobilienmarkt reduzieren möchte.

Die Hypo-Group ist aus einer Abspaltung aus der Hypo-Vereinsbank (HVB) entstanden. HVB-Chef Dieter Rampl hat damit den Bereich „Gewerbliche Immobilienfinanzierung“ ausgegliedert. Für vier HVB-Aktien erhielten die HVB-Aktionäre ein Hypo-Papier. Der Börsengang ist der bisher einzige in Deutschland in diesem Jahr. Die neue Hypo-Aktie gilt mittelfristig als Kandidat für den M-Dax.

Der Kurs der Hypo-Aktie konnte nach Handelsbeginn vom festgestellten Erstkurs von 11,25 Euro zunächst auf knapp 12 Euro zulegen. Damit ist die neue Bank an der Börse über 1,5 Mrd.€ wert. Noch vor dem Börsenstart hatte es Befürchtungen gegeben, die Aktie könnte sofort in den Keller gehen, weil viele HVB-Aktionäre die neuen Aktie gleich abstoßen würden.

Kurz vor dem Börsenstart hatte die Münchener Rück ihr Aktienpaket von gut 25 % an institutionelle Investoren verkauft. „Alle hatten damit gerechnet, dass die Münchener Rück ihren Anteil am ersten Handelstag verkauft“, fasste ein Analyst die Marktmeinung zusammen, „diese Verunsicherung ist nun weg.“

Die HVB-Aktie verlor heute dagegen mehr als 11 %. Mit der Hypo-Group verlieren die Münchener 20 % des Grundkapitals, rechnerisch hätte der Kursverlust damit noch größer sein müssen. Der Umbau der HVB sei nun auf der Zielgeraden, meinte Konzernchef Rampl. Die Ertragskraft verbessere sich.

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