Aktie soll zwischen 41 und 50 Euro kosten – Auto-Teile-Unger will Mitte Juni an die Börse
Wincor Nixdorf geht auf Anleger zu

Der Markt für Neuemissionen (IPO) in Deutschland kommt in Bewegung. Ab heute bieten Wincor Nixdorf und die Mitteldeutschen Fahrradwerke ihre Aktien zur Zeichnung an. Außerdem kündigte die Werkstatt-Kette ATU Auto-Teile-Unger am Freitag ihr Börsendebüt für Mitte Juni an und damit noch vor der für den 21. Juni geplanten Erstnotiz der Postbank. Die Zeichnungsfrist für die ATU-Aktien könnte bereits Ende Mai starten, hieß es.

cbu/mm/rob/scc FRANKFURT/M. Die Preisspanne für die insgesamt über 165 Millionen Aktien von Wincor Nixdorf, die heute bekannt gegeben werden soll, wird nach Informationen des Handelsblatts bei 41 bis 50 Euro liegen. Daraus errechnet sich für den Hersteller von Automaten- und Kassensystemen ein Unternehmenswert von 678 bis 827 Mill. Euro. Der Erlös aus dem öffentlichen Angebot von 9,5 Millionen Aktien entspricht demnach einer Spanne zwischen 390 und 475 Mill. Euro. Davon sollen zwischen 288,5 und 352 Millionen an die beiden Großinvestoren Kohlberg, Kravis Roberts (KKR) und Goldman Sachs Capital Partners gehen, die sich von ihren Anteilen trennen. Zwischen 102 und 124 Mill. Euro fließen Wincor Nixdorf an frischem Kapital zu.

Für Spannung dürfte deshalb sorgen, wie die Anleger auf diese Ungleichverteilung des Emissionserlöses reagieren werden. In Deutschland war es bislang ein sensibles Thema, wenn Großinvestoren bei einer Aktienemission „Kasse machen“. Investoren in Großbritannien und in den USA sahen dies bislang weniger negativ.

Wincor Nixdorf selbst kam bei der Preisfindung nach Informationen des Handelsblatts den Anlegern bewusst entgegen, um die Emission nicht zu gefährden. Die Analysten von Konsortialmitglied Dresdner Kleinwort Wasserstein hatten Wincor Nixdorf in einer Analystenstudie in einer Spanne zwischen 1,127 Mill. Euro und 1,332 Mrd. Euro bewertet, empfahlen aber gleichzeitig einen Abschlag von rund 25 % davon. Bereits im Vorfeld hatten sich Großinvestoren geäußert, dass sie Wincor Nixdorf trotz etlicher positiver Eigenschaften, die die Aktie attraktiv erscheinen lassen, bei einer Bewertung von bis zu 1,3 Mrd. Euro für zu teuer halten. Sie drohten an, die Aktie nicht zu zeichnen. Wegen zu hoher Preisvorstellungen war bereits im März die Emission des Halbleiter-Zulieferers Siltronic gescheitert.

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