Aktie unter der Lupe
Ackermann überzeugt die Analysten

Branchenprofis sehen das Investment-Banking der Deutschen Bank nicht mehr als Risiko, sondern als Chance.

FRANKFURT/M. Von einer derart durchschlagenden Wirkung seiner Studie träumt wohl jeder Analyst: Satte fünf Prozent legten die Aktien der Deutschen Bank am Dienstag vor zwei Wochen zu, nachdem Merrill-Lynch-Bankenexperte Stuart Graham den Titel gelobt und die Aktie auf „kaufen“ heraufgestuft hatte. Grahams Stimme hat in der Szene Gewicht, zählt er doch zu den einflussreichsten Bankenanalysten Europas. Bisher hatte er der Strategie von Konzernchef Josef Ackermann skeptisch gegenübergestanden. Wie andere Analysten auch bemängelte Graham, dass die Bank extrem vom Handel mit Anleihen und Derivaten abhängt.

Die einflussreiche britische Wirtschaftszeitung „Economist“ verglich die Deutsche Bank gar mit einem „gigantischem Hedge-Fonds“ – das war zwar weit überzogen, aber der Artikel spiegelte doch ein wenig die Skepsis der Börse wider: Die Deutsche Bank wurde lange mit einem Abschlag gegenüber den Konkurrenten gehandelt, weil man fürchtete, dass die Gewinne bei einem Ende der jahrelangen Bonanza am Rentenmarkt einbrechen würden. „Seit Anfang 2004 hat die Deutsche Bank alle relevanten Branchen und Länderindizes underperformed“, konstatieren die Analysten von Kepler Securities nüchtern.

Jetzt aber dreht die Stimmung. Vor allem das zweite Quartal hat manchen Zweifler milder gestimmt: Zwischen April und Juni spielten die Rentenmärkte unter anderem wegen der Herabstufung von General Motors verrückt, viele US-Banken spürten dies in ihren Ergebnissen. Anders die Deutsche Bank: Sie glänzte trotz des schwierigen Umfelds mit hervorragenden Zahlen. Die Deutsche habe den „Lackmustest“ im zweiten Quartal sehr gut bestanden, lobt Graham.

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