Aktie unter der Lupe
Analysten loben Klöco

Ende Juni 2006 startete die Aktie des Stahlhändlers Klöckner & Co an der Börse. Ein gutes Jahr später war sie bereits das Vierfache wert. Dann begann die Talfahrt. Bis Freitag erholte sich der Kurs wieder etwas. Ist die Gelegenheit somit günstig, um einzusteigen? Es spricht einiges dafür.

DÜSSELDORF. Es klingt paradox: Der Stahlhändler Klöckner & Co. (Klöco)präsentiert gute Zahlen für das zweite Quartal, Vorstandschef Thomas Ludwig hebt die Gewinnprognose für das Gesamtjahr an – und die Aktie gerät an der Börse böse unter die Räder. Um sieben Prozent sackte der Kurs an einem Tag ab. Mit Blick auf die vergangenen vier Wochen fällt die Bilanz sogar noch trister aus: minus 28 Prozent. Unter den im MDax notierten mittelgroßen Werten verlor nur die Aktie der Mittelstandsbank IKB, die in die US-Immobilienkrise verstrickt ist, stärker an Wert.

Die Erklärung dafür klingt nicht weniger paradox. Die Klöckner & Co.-Aktie fiel der Kreditkrise zum Opfer, die durch faule Hypotheken amerikanischer Häuslebauer losgetreten wurde. Dabei hat das Duisburger Unternehmen mit diesen eigentlich nichts zu schaffen. Doch das Papier büßte für die steile Kursentwicklung der vergangenen Monate: „Bei Rückschlägen an der Börse sind meistens die Aktien am stärksten betroffen, dir zuvor am besten gelaufen sind“, sagt Jürgen Siebrecht, Analyst beim Bankhaus HSBC Trinkaus &Burkhardt.

Viele Anleger verkauften offenbar ihre Anteile, um angesichts der Turbulenzen die Gewinne ins Trockene zu bringen. Und diese konnten sich sehen lassen: Das Papier startete Ende Juni 2006 mit 16 Euro an der Börse, ein gutes Jahr später notierte es bei 65 Euro. Dann begann die Talfahrt, die erst bei 38 Euro endete. Bis Freitag erholte sich der Kurs wieder etwas und schloss bei 43,77 Euro.

Ist die Gelegenheit somit günstig, um einzusteigen? Es spricht einiges dafür: Das Unternehmen verdient ordentlich Geld, für 2007 erwartet das Management bei steigendem Umsatz ein leicht verbessertes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in Höhe von 395 Mill. Euro. Mit einer zu erwartenden Umsatzrendite von gut sechs Prozent distanziert Klöckner & Co. damit die beiden größten deutschen Konkurrenten, Thyssen-Krupp und Salzgitter.

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