Aktie unter der Lupe
Deutsche Wohnen lockt mit Dividende

Gemessen an den Ergebnissen ist die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen durchaus erfolgreich. Der Konzerngewinn vor Steuern aus dem Vermieten und Verkaufen eigener Wohnungen fällt Jahr für Jahr höher aus. Anhand vorläufiger Zahlen stieg er im Jahr 2003 um 0,4 Mill. auf 19,9 Mill. Euro. Allerdings knabberten die Ertragssteuern das Ergebnis mehr denn je an, so dass die Dividende von 10 auf 8,75 Euro sinken wird. Das reicht aber immer noch für eine respektable Dividendenrendite von über sechs Prozent.

DÜSSELDORF. Und die Dividende ist obendrein steuerfrei. Dies verdankt die Gesellschaft der Deutschen Bank, die der Deutsche Wohnen bei der Gründung 1999 nicht nur Werkswohnungen des Chemiekonzerns Hoechst und die Wohnungen der Gesellschaft Heimstätte Rheinland-Pfalz mitgab, sondern auch das steuerliche Einlagenkonto 1999 üppig dotierte. Die Einlage sei so hoch, dass die Dividenden auch noch bis in sechs, sieben Jahren steuerfrei bleiben werde, versichert der für Investor Relations (IR) zuständige Hubert Bonn.

Dennoch hat die Deutsche Wohnen Probleme. Eines: Ihr Erfolg fällt keinem so richtig auf, weil sich kaum ein Analyst mit einem Freiverkehrswert beschäftigt. Außer einer von der Gesellschaft selbst in Auftrag gegebenen Studie der auf Immobillienaktien spezialisierten niederländischen Bank Kempen & Co. äußert sich zurzeit kein weiterer Aktienspezialist zu Deutsche Wohnen.

Deshalb will die Immobilien-AG in den SDax, wozu zunächst die Aufnahme in den amtlichen Börsenhandel notwendig ist. Letzteres soll IR-Mann Bonn zufolge Ende des Jahres geschehen. „Im SDax wären wir sofort der stärkste Wert“, sagt Bonn. Vorher aber muss der bis 2009 laufende Beherrschungsvertrag mit der Deutsche-Bank-Tochter DB Real Estate aufgehoben werden. Dies werde ein Thema der Hauptversammlung am 15. Juli sein, kündigt Deutsche-Wohnen-Vorstandschef Andreas Lehner an.

Zwar müsste den Eschbornern zu pass kommen, dass Wohnungen zunehmend in den Fokus großer und kleiner Investoren rücken, weil die Preise sinken. „Wenn es interessant ist, in Deutschland Wohnungen zu kaufen, dann jetzt, weil die Zahl der Haushalte noch zunimmt“, sagt Stefan Goronczy, Analyst bei der HSH Nordbank, der allerdings die Aktie selbst zurzeit nicht beobachtet.

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