Aktie unter der Lupe
Die Leidenschaft der Götter

Die Griechen verstehen seit Jahrtausenden etwas vom Glücksspiel. Und die Firma Intralot nutzt dieses Know-how weltweit.

Die Glücksspiel-Leidenschaft der Griechen ist sprichwörtlich: Schon die Götter der Antike sollen sich auf dem Olymp die Zeit mit Würfelspiel vertrieben haben. Ihre Nachfahren dürften in diesem Jahr rund 7,5 Mrd. Euro in Spielcasinos, Lottoannahmen und Wettbüros tragen.

Davon profitiert die Athener Intralot SA, der weltweit drittgrößte Lotterietechnikanbieter nach den US-Unternehmen GTECH und Scientific Games (SGI). Intralot liefert Hard- und Software für Lotterie- und Wettveranstalter, macht aber auch komplettes Spiel-Management. Das Unternehmen dominiert nicht nur den heimischen Markt, sondern expandiert global. Kamen 2003 erst knapp 24 Prozent der Einnahmen aus dem Auslandsgeschäft, dürften es in diesem Jahr über 75 Prozent werden. „Intralot hat seit Anfang 2004 rund 25 Prozent aller internationalen Ausschreibungen gewonnen, die Mehrzahl davon nach eigenen Angaben im direkten Wettbewerb mit GTECH und SGI“, sagt Vassilis Theodorou, Chefanalyst beim griechischen Brokerhaus P&K Securities. Er prognostiziert für 2006 eine Steigerung des Ebitda (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Davon profitiert die Intralot-Aktie. Nachdem das Papier bereits im vergangenen Jahr mit einem Plus von 64,5 Prozent den Athener Index Athex deutlich schlug, legte der Kurs seit Anfang 2006 um weitere 40 Prozent zu. Analysten sehen noch mehr Potenzial. Hauptaktionär ist Unternehmensgründer und Präsident Sokrates Kokkalis mit 21,7 Prozent. Mitbegründer Konstantinos Dimitriadis hält knapp 13, der Vorstandsvorsitzende Konstantinos Antonopoulos 3,5 Prozent. 61,7 Prozent befinden sich im Streubesitz, 43 Prozent des Unternehmens halten institutionelle Investoren.

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