Aktie unter der Lupe: Ein Kampf an allen Fronten

Aktie unter der Lupe
Ein Kampf an allen Fronten

Altadis-Aktionäre dürften in den vergangenen Wochen ordentlich weiche Knie bekommen haben. Der Titel des spanisch-französischen Tabakkonzerns verlor im Januar, zog wegen Übernahmegerüchten wieder an, fällt derzeit jedoch erneut. Dabei legte der Titel in den vergangenen zwei Jahren zehn Euro auf rund 36 Euro zu.

MADRID. Der Sturm wird aber nach Ansicht des US-Investmenthaus Goldman Sachs anhalten. Der Kurs werde angesichts der schwierigen Situation auf dem spanischen Heimatmarkt, wo seit 1. Januar Rauchen in Restaurants, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verboten ist, nach unten tendieren: „Es sei denn, Altadis gerät, wie in der vergangenen Woche spekuliert wurde, in eine Übernahmeschlacht. Das könnte dem Kurs wieder Aufwind geben.“

Der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco war vor wenigen Tagen erneut als Kaufinteressent aufgetaucht, was die Altadis-Aktie um sechs Prozent steigen ließ. Nachdem beide Unternehmen dementierten, ging der Kurs wieder nach unten. Goldman Sachs stufte den Titel am Montag kurzerhand von Kaufen auf Halten.

Die portugiesische Bank Espírito Santo wie auch die spanische Urquijo raten zum Verkauf. Sie verweisen auf den Preiskampf in Spanien: Erst erhöhte das Unternehmen die Preise für die Marken Fortuna und Ducados, dann musste es wieder senken, weil Philip Morris seine Marlboro zum Discountpreis anbot. Andere Zigarettenhersteller zogen nach. „Das ist der helle Wahnsinn, was der Sektor mitmacht“, heißt es bei Espírito Santo.

In der Zwischenzeit wurde der Verkauf von Glimmstengeln von der spanischen Regierung auf den Fachhandel und Bars mit einer speziellen Lizenz beschränkt. An Kiosken und in Supermärkten gibt es ab sofort keinen Tabak mehr, Automaten nur in der Gastronomie.

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