Aktie unter der Lupe
Evotec muss sich beweisen

Die Chancen stehen gut für Evotec: Heute wird die Aktie des Biotechnologieunternehmens wahrscheinlich in den TecDax aufsteigen. Die Analysten glauben dennoch an keinen großen Durchbruch der Aktie - vorerst zumindest. Denn das Unternehmen steckt noch mitten im strategischen Umbruch.

FRANKFURT. Das Hamburger Unternehmen wurde 1993 gegründet. Es stellt Wirkstoffe für bestimmte Medikamente her und bietet Dienstleistungen für Pharmaunternehmen an. Forschungskooperationen gibt es unter anderem mit den Pharmakonzernen Boehringer Ingelheim und Roche. Nach Bekantgabe des möglichen Aufstiegs in den TecDax stieg die Aktie um 5,37 Prozent auf 2,16 Euro.

In den vergangenen Monaten hat sich bei Evotec einiges getan. Seit März führt der Betriebswirtschaftler Werner Lanthaler das Unternehmen. Mit dem Wechsel des Geschäftsführers habe es auch einen Wechsel in der Unternehmensstrategie gegeben, sagt Sal-Oppenheim-Analyst Christian Peter. Zu viel wurde in den vergangenen Jahren ausgegeben, jetzt müssen die Kosten gesenkt werden. Die Entwicklung eigener Medikamente hat Evotec zurückgefahren, nur knapp eine Handvoll Projekte liefen heute noch, sagt der Analyst,

Die Ziele bei dem Unternehmen sind hochgesteckt. In diesem Jahr will Evotec einen Jahresumsatz von mindestens 40 Mio. Euro erreichen. Dieses Ziel halten viele Experten für erreichbar. Bis 2011 soll der Jahresumsatz dann auf 60 Mio. Euro steigen.

Wann das Biotechnologieunternehmen wieder Gewinne schreiben will, ist aber derzeit noch nicht klar. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat Evotec noch gut 30 Mio. Euro Verlust gemacht. Damit fiel der Verlust nochmals um fünf Mio. Euro höher aus als im ersten Halbjahr 2008.

Dennoch, die Umstrukturierung dürfte bald erste Erfolge zeigen, glauben Analysten. "Das Unternehmen ist auf einem guten Weg", meint etwa Christian Peter mit Blick auf die strategische Neuausrichtung von Evotec. In den Zahlen sei dies noch nicht vollständig angekommen. Peter sieht die Aktie "neutral". Auch die anderen wenigen Analysten, die den Titel beobachten, können vorerst noch nicht sagen, ob die Aktie großes Kurspotenzial hat. Sicher ist für Analysten angesichts des Streubesitzes von rund 85 Prozent aber zumindest eines: "Das Papier dürfte gut handelbar sein", sagt Index-Experte Christian Stocker von der italienischen Großbank Unicredit.

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