Aktie unter der Lupe
WM treibt die Adidas-Aktie

Im Juni werden die Fußballmannschaften von Deutschland, Frankreich, Spanien und Argentinien in ihre Adidas-Hosen und -Trikots steigen und auf dem WM-Rasen mit dem WM-Ball „Teamgeist“ – auch von Adidas – ein großes Schaulaufen für die Sportmarke veranstalten. Kein Wunder, dass sich die Herzogenauracher die Hände reiben - und die Investoren ebenfalls.

HERZOGENAURACH. Adidas werde 2006, im Jahr der Weltmeisterschaft, im Fußballgeschäft erstmals deutlich mehr als eine Milliarde Euro umsetzen, kündigte Herbert Hainer, Vorsitzender des Adidas-Vorstandes an. „Unser Ziel ist es, die Erlöse 2007 auf dem Niveau von 2006 zu stabilisieren“, fügte er hinzu. Insgesamt erzielt der Markenartikler mit dem Fußballgeschäft knapp ein Fünftel seines Gesamtumsatzes.

Große Hoffnungen setzt das Dax-30-Unternehmen auf den Verkauf von WM-Trikots. Adidas darf als einziger Sportartikelhersteller unter den offiziellen Sponsoren die Trikots aller Mannschaften mit dem Logo der WM und mit den eigenen drei Streifen versehen und an die Fans verkaufen. „Rechnet man die Chancen der Fußballweltmeisterschaft, das auflebende Konsumumfeld und die Reebok-Übernahme zusammen, so ergeben sich positive Aussichten für den Kurs der Aktie“, sagte Nils Lesser, Analyst beim Bankhaus Merck Finck & Co. Laut Wirtschaftsdienst Bloomberg raten drei Viertel der Analysten zum Kauf, der Rest empfiehlt, den Wert zu „halten“.

Die Übernahme des US-Wettbewerbers Reebok für 3,1 Mrd. Euro hatten einige Händler zunächst kritisch bewertet, da Reebok in seinem Heimatland USA zuletzt Marktanteile verloren hatte. Inzwischen sehen die meisten Experten die Akquisition positiv. „Reebok und Adidas ergänzen sich sehr gut. Mit der Übernahme gewinnen die Deutschen neue Märkte, neue Sportarten und neue Kundengruppen hinzu“, sagt Christian Schindler, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz. Die Übernahme stärkt die Deutschen vor allem auf dem US-Markt, dem weltweit größten Markt für Sportartikel. Noch müssen die europäischen Kartellbehörden dem Kauf zustimmen, doch die Experten sind sich einig, dass keine Einwände zu erwarten sind. Das Geschäft soll im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen sein, kündigte Adidas-Vorstand Herbert Hainer an.

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