Aktie unter Druck
Solarworld kommt in der harten Wirklichkeit an

Nach der Atomkatastrophe in Japan waren Solaraktien heißbegehrt. Doch die Energiewende lässt noch auf sich warten und die Chinesen machen Druck. Die Aktionäre müssen auf die Zukunft hoffen.
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FrankfurtDas Zeitalter der Atomkraft geht zu Ende, was also liegt näher, als auf die Solarindustrie zu setzen - dachten zumindest viele Investoren. Nach der Katastrophe im AKW Fukushima stürzten sie sich auf die Aktien der Solarkonzerne. Doch mit der Euphorie ist es schon wieder vorbei. Das zeigt das Beispiel Solarworld.

Nachdem die Solarworld-Aktie Ende März fast auf 12 Euro gesprungen war, ging es in den letzten Wochen nur noch abwärts. Heute fällt der Kurs um drei Prozent auf 8,72 Euro; wobei dabei auch die Dividende abgezogen wird, die auf der gestrigen Hauptversammlung beschlossen wurde. 

Der Chef des Photovoltaik-Unternehmens, Frank Asbeck, nutzte die Aktionärsversammlung, um mit den Atomkonzernen abzurechnen. Unter Einbeziehung aller Kosten, also auch der mit Atomunglücken verbundenen Ausgaben, koste der Strom aus Solaranlagen nur ein Zehntel des Atomstroms, rechnete er vor.

Erst einmal könnten aber die Energieriesen triumphieren. Nach Informationen aus Regierungskreisen könnte die geplante Brennelementesteuer doch noch gekippt werden. Mit einem Verzicht auf diese Abgabe würde die Bundesregierung den großen Energiekonzernen wie RWE und Eon einen Gutschein in Milliardenhöhe ausstellen.

Die Solarindustrie werde weiter stark wachsen, erklärte Asbeck trotzig. Er mag damit durchaus recht behalten. Die Frage ist nur, wann? Im Hier und Jetzt hat die Branche mit Problemen zu kämpfen. Die Konkurrenz aus China hat aufgeholt und ist dazu noch deutlich billiger. „Wir erwarten ein Überangebotsszenario mit deutlichem Preisdruck für den Photovoltaik-Weltmarkt“, schrieben die Analysten der DZ Bank in einem Kommentar. Bei Zell- und Modulherstellern wie Solarworld, Q-Cells und Solon werde der Margendruck steigen. Die Experten empfehlen bei allen drei Titeln einen Verkauf.

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  • Wieso akzeptiert die EU eigentlich ohne Gegenmassnahmen , dass sich die Chinesen (und andere) mit einem künstlich unterbewerten Wechselkurs und niedrigen Lohnkosten einen künstlichen Wettbewerbsvorteil verschaffen, der europäischen Anbietern das Leben schwer macht. (Von Verletzungen geistigen Eigentums ganz zu schweigen).
    Es ist doch nicht zu verstehen, wenn die Ergebnisse aufwendiger Forschung und Entwicklung durch derartige Wettbewerbsverzerrungen gefährdet oder gar zunichte gemacht werden.Die EU ist aufgefordert zu handeln, sonst droht das Ende einer Zukunftsindustrie.

  • wenn wundert dies?

    eine wirtschaftpolitik die auf Subventionen basiert wird nie wettbewerbsfähige Produkte entwickeln und innovativ sein.

    Das ist das Ergebnis von verfehlter Wirtschaftspolitik.

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