Aktie vielfach zum Kauf empfohlen
Analysten loben den Führungswechsel bei Dell

Mit einem neuen Mann an der Führungsspitze startet der US-Computerhersteller Dell Inc. ins dritte Firmenjahrzehnt. Kevin Rollins wird ab Mitte Juli die Geschäfte von CEO Michael Dell übernehmen. Dieser hatte das Unternehmen 1984 in seinem Wohnheimzimmer der University of Texas gegründet. Den Vorsitz im Aufsichtsrat wird Dell allerdings behalten, so dass die Firma nach Oracle und Disney zum neuesten Beispiel für eine geteilte Führungsspitze wird.

HOUSTON. Der Markt reagierte auf die Ankündigung zwar überrascht, aber weitgehend gelassen – vor allem, da Michael Dell seinem Unternehmen nicht nur als Aufsichtsrat, sondern auch als einer der Hauptanteilseigner erhalten bleibt. „Dieser Wechsel war nicht seit Monaten geplant, und offenbar hat Kevin Rollins seinen Aufstieg auch nicht erzwungen, indem er mit seinem Weggang gedroht hat“, sagt Steven Milunovich, Analyst beim Bankhaus Merrill Lynch. „Bei jeder anderen Firma würden wir vermuten, dass hier Intrigen im Spiel waren. Aber Dell ist in seiner Führungspolitik ebenso einzigartig wie in seiner Position als Technologie-Produzent.“

Andere Beobachter loben den reibungslosen Ablauf des Führungswechsels: „Der Gründer des größten Computerherstellers zeigt, wie man mit Würde abtritt“, kommentiert etwa Marktstratege Andrew Park. Und Analyst Dan Niles von Neuberger Berman Technology Management sagte der Nachrichtenagentur Reuters: „Kevin Rollins und Michael Dell haben jetzt schon eine so lange Zeit zusammengearbeitet, und deshalb fühlt sich die Wall Street mit Kevins Führungsrolle wohl.“

Der Aktienkurs gab in den ersten Tagen nach Bekanntwerden des Führungswechsels zwar um etwa sechs Prozent nach. Inzwischen steigen die Kurse wieder und erreichten gegen Ende der vergangenen Handelswoche rund 33 Dollar, das sind gut 12 Prozent weniger als auf dem 12-Monats-Hoch im vergangenen Oktober.

Für das laufende Jahr hat die Computerfirma große Pläne: Dells Finanzchef James Schneider verkündete Anfang März, es gebe keinen Grund, weshalb sein Unternehmen nicht einen Jahresumsatz von 80 Mrd.$ erreichen sollte. Im Vergleich zum vergangenen Jahr würde das fast eine Verdoppelung bedeuten. Erst 2002 hatte die Dell-Führung einen Plan verabschiedet, der den Umsatz innerhalb von fünf Jahren von 30 auf 60 Mrd.$ Umsatz steigern sollte.

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