Aktien: Aktien Frankfurt: Weiter sehr schwach

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Aktien Frankfurt: Weiter sehr schwach

In Anbetracht deutlicher Kursverluste in Asien und zuvor in den USA haben die deutschen Aktien am Montag ihre Talfahrt fortgesetzt - alle Werte in den großen Indizes standen am Mittag im Minus.

dpa-afx FRANKFURT. In Anbetracht deutlicher Kursverluste in Asien und zuvor in den USA haben die deutschen Aktien am Montag ihre Talfahrt fortgesetzt - alle Werte in den großen Indizes standen am Mittag im Minus. Dax und MDax haben mittlerweile ihre kräftigen Gewinne vom Beginn des Jahres aufgezehrt und pendeln derzeit auf dem Niveau von Dezember 2006. Bis zum Montagmittag verlor der Dax 2,37 Prozent auf 6 447,38 Punkte. Der MDax fiel um 3,58 Prozent auf 9 192,36 Zähler. Der TecDax gab 4,63 Prozent auf 759,09 Punkte ab.

Händlern zufolge setzt sich die jüngste Talfahrt der Märkte fort. "Auch wenn es nach den drastischen Kursrückgängen der vergangenen Tage bald eine technische Gegenreaktion nach oben geben dürfte, ist der Abwärtstrend noch nicht beendet", sagte ein Marktteilnehmer. Die Märkte seien sehr volatil, dies zeige auch der zuletzt markante Anstieg des Risikoindex V-Dax.

Der US-Leitindex Dow Jones hatte am Freitag schwächer geschlossen. Zudem rutschten die Börsen in Asien ab: Der Nikkei-225-Index hatte am Morgen sehr schwach unter der Marke von 17 000 Punkte geschlossen. Auch in China gab es deutliche Kursverluste, in Schanghai büßte der Aktienmarkt rund drei Prozent ein. Marktteilnehmer sprachen von einer anhaltenden Nervosität unter den Anlegern.

Eon-Aktien erlitten im Verhältnis zum Gesamtmarkt nur leichte Verluste und gaben 1,57 Prozent auf 94,89 Euro ab. Nach dem überraschenden Einstieg des italienischen Energieriesen Enel beim spanischen Stromversorger Endesa planen die Düsseldorfer laut "Spiegel", sich eine Beteiligung von bis zu 25 Prozent an Enel zu sichern. Einem Analysten zufolge belastet zwar das mögliche Scheitern eines Gebots für Enel den Aktienkurs von Eon. Positiv beeinflussten die Titel jedoch Gerüchte, wonach die beiden Großaktionäre von Endesa, Acconia und Enel, eine Zerschlagung des spanischen Versorgers planten, sagte er. Damit würde für Eon ein Konkurrent aus dem Weg geräumt.

Stahlwerte gehörten zu den größten Verlierern. Die Aktie von Thyssen-Krupp gab 3,65 Prozent auf 35,66 Euro nach. Für das Papier der MDax-notierten Salzgitter ging es um 5,33 Prozent auf 88,61 Euro nach unten. Die Titel von Klöckner & Co verloren trotz einer positiven Studie 6,76 Prozent auf 35,33 Euro. Händler verwiesen auf Japan, wo die Stahltitel herbe Verluste erlitten hatten. So waren die Papiere von Nippon Steel und Kobe Steel um mehr als sechs Prozent abgerutscht.

Die Henkel-Aktie gab nach einem negativen Analysten-Kommentar 3,48 Prozent auf 101,90 Euro ab. Merrill Lynch hatte die Einschätzung für die Titel Henkel von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und das Kursziel von 135 auf 110 Euro reduziert. Die Quartalszahlen seien von niedriger Qualität gewesen, insbesondere die Cash-Flow-Entwicklung habe enttäuscht, so die Analysten in der Studie. Zudem sei die Bruttomarge außergewöhnlich schwach gewesen.

Stada erholten sich nach der Vorlage von Zahlen und gaben noch 0,33 Prozent auf 42,84 Euro ab. Im frühen Handel waren die Titel bis auf 40,29 Euro gefallen. Der Generika-Hersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und operatives Ergebnis gesteigert und eine kräftige Dividendenerhöhung angekündigt.

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