Aktien
Bärenmarkt ist nicht vorbei – Morgan Stanley

Morgan Stanley zufolge ist der Bärenmarkt noch nicht vorbei. "Wir ziehen weiterhin die Haltung von Liquidität der Investition in Aktien vor", schrieben die Analysten in einer Strategiestudie vom Montag.

dpa-afx LONDON. Morgan Stanley zufolge ist der Bärenmarkt noch nicht vorbei. "Wir ziehen weiterhin die Haltung von Liquidität der Investition in Aktien vor", schrieben die Analysten in einer Strategiestudie vom Montag. Sie selbst hätten nach dem jüngsten Kursanstieg sowohl in Europa als auch den USA fünf Prozent des Aktienbestandes in Anleihen umgeschichtet. Noch seien die drei Indikatoren, die ein Ende des Bärenmarktes signalisierten, noch nicht auf "grün" gesprungen. Daher würde eine weitere Verbesserung der Fundamentaldaten abgewartet.

"Derzeit befinden wir uns in einer der klassischen 20 Prozent Plus Bärenmarkt-Rallies, die auf der Hoffnung erfolgreicher politischer Maßnahmen basieren", so die Experten. Zum Vergleich habe es in den USA zwischen 1930 bis 1932 fünf solcher Kurs-Rallies mit Anstiegen von bis zu 35 Prozent gegeben, die im Durchschnitt 35 Tage angehalten hätten. Zwar gebe es erste Anzeichen einer Belebung beispielsweise des Häusermarktes und die ergriffenen politischen Maßnahmen seien beeindruckend. Dennoch rechnen die Analysten mit weiterer Schwäche auf dem US-Immobilienmarkt. Ein wichtiger Grund hierfür sei, dass sich der Häusermarkt in der Vergangenheit nie erholt hat, solange die Arbeitslosigkeit weiter anstieg. "Wir rechnen mit dem Höhepunkt der Arbeitslosenrate im ersten Quartal 2010", hieß es weiter.

Auch der überraschende Anstieg einiger Frühindikatoren wie des ISM Index dürfte sich nicht fortsetzen. Sinkende Einkommen, fallende Hauspreise und Aktienkurse sowie anhaltend enge Kreditmärkte deuteten eher auf ein kraftloses Konsumwachstum hin. Zwar könne ihr Schritt, sich weiter von Aktienbeständen zu trennen, einige Wochen oder Monate zu früh sein. "Wenn die Konjunkturpakete erfolgreich sind und dadurch die Bilanzen der Banken "repariert" werden und den Hauspreisen ein Boden gegeben wird, kann der nächste Bullenmarkt sogar schon gestartet sein", räumen die Experten ein. Derzeit müsse daher ständig neu überprüft werden, ob erfolgreiche politische Maßnahmen überhaupt möglich seien.

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