Aktien des Jahres
Heidelberg Cement noch mit Nachholpotenzial

Die Aktie von Heidelberg Cement gehört zu den schillerndsten deutschen Papieren 2010. Zwar erholte sich der Zementhersteller von einer zwischenzeitlichen Talfahrt – allerdings alles andere als gradlinig. 2011 wird mit einer weiteren Aufholbewegung gerechnet.
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DÜSSELDORF. Wenn eine Aktie in einem guten Börsenjahr drei Prozent verliert, klingt das alles andere als spektakulär. Trotzdem gehört die Aktie von Heidelberg Cement zu den schillerndsten deutschen Papieren 2010. Der Zementhersteller wurde im Juni in den Deutschen Aktienindex aufgenommen und feierte damit zwei Jahre nach der schwersten Krise der Unternehmensgeschichte ein beeindruckendes Comeback.

Heidelberg Cement war 2008 in ernste Schwierigkeiten gekommen. Hohe Schulden aus der Übernahme des britischen Baustoffherstellers Hanson hatten das Unternehmen aus dem Firmenimperium der Familie Merckle in der Finanzkrise an den Rand der Pleite gebracht. Doch mit einer Kapitalerhöhung, Umschuldung und einem strikten Sparkurs befreite Vorstandschef Bernd Scheifele den Konzern aus der Notlage.

Starke Schwankungen

Ende des Jahres will Scheifele die Nettoschulden auf rund acht Milliarden Euro gesenkt haben. Vor zwei Jahren lagen sie noch bei über elf Milliarden Euro. "Das Thema Schulden sollte Anlegern heute keine Angst mehr machen", sagt Guido Hoymann, Leiter des Aktien-Research beim Bankhaus Metzler.

Für Anleger lief die Erholung bei Heidelberg Cement aber alles andere als gradlinig. In den ersten Monaten des Jahres ging es kräftig abwärts. Grund waren schlechte Zahlen für das erste Quartal, das durch den harten Winter belastet wurde. Es folgte eine kurze Erholung, die jedoch schon vor dem Sprung in den Dax endete und im Juni durch eine erneute Talfahrt abgelöst wurde. Im jetzt noch laufenden Schlussquartal gehört Heidelberg Cement allerdings gemeinsam mit VW und Infineon zu den Top drei im Dax.

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