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Die Suppensaison ist eröffnet

Für den Suppenhersteller Campbell beginnt die beste Jahreszeit. Die Rezession stärkt die Traditionsmarke zudem. Offenbar gilt bei den US-Bürgern die Devise: Lieber gut erwärmt als schlecht selbst gekocht.

STUTTGART. Die Nächte werden länger, die Tage kälter - für Suppenfans beginnt die beste Zeit des Jahres. Comfort Food, tröstendes, gemütliches Essen, nennen die Amerikaner Suppen. Zu den größten Nutznießern der Eintopfzeit gehört der US-Konservenfabrikant Campbell Soup, der schon Andy Warhol zu berühmten Bildern inspirierte.

Dennoch hat die Campbell-Aktie seit dem Jahreshoch von Anfang Oktober fast 25 Prozent an Wert verloren und kostet noch etwa 31 Dollar. Enttäuscht zeigten sich Anleger wie Analysten darüber, dass steigende Kosten das Umsatzplus im ersten Quartal 2008/ 2009 aufgefressen haben. So blieb der Gewinn leicht hinter dem Vorjahresquartal zurück. "Wir sind alle frustriert vom fehlenden Ertragswert", sagte Analyst Terry Bivens von JP Morgan. Judy Hong von Goldman Sachs erwartet für die kommenden Monate zudem einen verschärften Konkurrenzkampf am Markt.

Schuld am Gewinnrückgang sind steigende Rohstoffpreise etwa für einige Gemüsesorten, die Campbell aber durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben will. Der festere Dollar hat Campbells Erträgen ebenfalls geschadet. Denn etwa ein Viertel seines Umsatzes erwirtschaftet der Konzern in Australien, Kanada und Europa und ist damit anfällig für Wechselkursschwankungen. 2009 dürften sie den Gewinn um etwa fünf Prozentpunkte drücken, schätzt das Management.

Dennoch erwartet die Mehrzahl der Analysten, dass sich der Markt im Laufe der kalten Monate wieder für die Campbell-Aktie erwärmen kann. Ihr durchschnittliches Kursziel liegt bei knapp 41 Dollar, also zehn Dollar über dem aktuellen Stand. Und Herbst und Winter sind traditionell die umsatzstärksten Jahrezeiten für Campbell.

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