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Aktien Frankfurt Schluss: DAX schließt auf tiefsten Stand seit Ende März

(dpa-AFX) Frankfurt - Belastet von enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten haben die deutschen Aktien am Freitag mit hohen Verlusten geschlossen. Für weiteren Druck sorgten Händlern zufolge die schwachen US-Börsen, die ebenfalls nach den schwachen Daten auf Talfahrt gingen. Der DAX fiel auf den niedrigsten Schlussstand seit Ende März.

(dpa-AFX) Frankfurt - Belastet von enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten haben die deutschen Aktien am Freitag mit hohen Verlusten geschlossen. Für weiteren Druck sorgten Händlern zufolge die schwachen US-Börsen, die ebenfalls nach den schwachen Daten auf Talfahrt gingen. Der DAX fiel auf den niedrigsten Schlussstand seit Ende März.

Der DAX < DAX.ETR > verlor 2,65 Prozent auf 3.727,74 Punkte und gab damit im Wochenvergleich rund vier Prozent ab. Der Mdax Mdax.ETR > der mittelgroßen Werte sank um 2,27 Prozent auf 4.817,20 Punkte. Der Tecdax < Tdxp.ETR > verlor 4,75 Prozent auf 466,82 Punkte.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft war in den USA im Juli um 32.000 gestiegen. Das ist der niedrigste Zuwachs in diesem Jahr. Volkswirte hatten mit einem deutlich höheren Anstieg von 235.000 gerechnet.

Zu den schwächsten Titeln im DAX gehörten auch Infineon < IFX.ETR > mit einem Verlust von 3,97 Prozent auf 8,23 Euro. Das Papier geriet Händlern zufolge unter Druck, da der amerikanischen Grafikkartenanbieter Nvidia < Nvda.NAS > < NVD.FSE > am Vorabend sehr schwache Zahlen veröffentlicht hatte. Händler Raed Mustafa von der Baden-Württembergischen Bank verwies zudem auf den schwachen Gesamtmarkt. "An schwächeren Handelstagen verliert Infineon häufig überproportional", sagte er.

Im Mdax verloren die Aktien der comdirect Bank < COM.ETR > nach Vorlage von Order- und Kundenzahlen um 7,54 Prozent auf 5,64 Euro. Deutschlands größter Onlinebroker führte im Juli nur eine nahezu stagnierende Zahl von Orders aus.

Alle Titel im DAX beendeten den Handel mit Verlusten. Die niedrigsten Einbußen verzeichnete die TUI-Aktie < TUI.ETR > mit minus 0,41 Prozent auf 14,59 Euro. Merrill Lynch hatte die TUI-Prognosen beim Ergebnis je Aktie (EPS) für 2004 von 0,83 auf 1,32 Euro hochgeschraubt. Damit reagierten die Analysten auf die Zahlen für das zweite Quartal. Dennoch sehen sie die TUI-Aktie weiter kritisch und raten dazu, nach der jüngsten Kursstärke der TUI-Aktie, Gewinne mitzunehmen.

Belastet von einem Anteilsverkauf durch die Münchener Rück < Muv2.ETR > gaben die Titel der Allianz < ALV.ETR > deutlich nach. Das Papier verlor 3,00 Prozent auf 75,61 Euro. Bei der Vorlage der Halbjahres-Zahlen am Freitag hatte der weltgrößte Rückversicherer gemeldet, dass sie ihren Anteil am Erstversicherer Allianz auf unter 10 Prozent zurückgefahren hat. Die Aktie der Münchener Rück selbst rutschte trotz besser als erwarteter Zahlen ins Minus. Sie verlor 0,93 Prozent auf 75,83 Euro, nachdem sie zuvor bis zu 3,14 Prozent gewonnen hatte.

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