Aktien im Fokus
Adidas-Aktie sprintet davon

Sportartikelhersteller sind heute die großen Gewinner an der Börse. Aktien von Adidas und Puma legen kräftig zu, nachdem US-Konkurrent Nike einen Gewinn präsentiert hat. Allerdings haben die Zahlen einen Makel.

HB FRANKFURT. Die deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma haben am Mittwoch von positiv aufgenommenen Zahlen des US-Konkurrenten Nike profitiert. Die Anteile an Adidas verteuerten sich um 2,1 Prozent auf 36,65 Euro, Puma legte 2,9 Prozent auf 228,69 Euro zu. Der Dax stand gleichzeitig 0,4 Prozent höher bei 5 738 Punkten.

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike verdiente im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 etwas mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn im ersten Geschäftsquartal lag bei 1,04 Dollar je Aktie, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Der Umsatz sei hingegen um zwölf Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar gefallen.

Die Lagerbestände sanken den Angaben nach binnen Jahresfrist um sieben Prozent. Der Auftragseingang sei um sechs Prozent gefallen, um Währungseffekte bereinigt habe das Minus bei vier Prozent gelegen.

Analysten hatten mit einem Gewinn von 97 Cent je Aktie bei einem Umsatz von 4,9 Milliarden Dollar gerechnet. Die Nike-Aktie legte nachbörslich zwei Prozent zu.

"Die Nike-Zahlen haben beim Gewinn positiv überrascht und das stützt auch die Aktien der deutschen Sportartikelhersteller", sagte Analyst Peter Steiner von der BHF Bank. Dank der Kosteneinsparungen habe Nike Umsatzrückgänge überraschend gut aufgefangen. Genau dies sollte auch die Erwartungen für Adidas und Puma positiv beeinflussen, da die Kosteneinsparungen bei den US-Amerikanern auch positive Rückschlüsse auf deren entsprechende Bemühungen zulassen.

Equinet ließ Adidas auf "Hold" mit dem Kursziel 32,00 Euro. Die Zahlen von Nike ergäben kein klares Bild, schrieb Analyst Ingbert Faust. Weder Umsatz noch Auftragslage seien stark genug ausgefallen, um auf eine deutliche Verbesserung der Marktbedingungen zu schließen. Positive Effekte durch die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft seien in diesem Berichtsquartal noch nicht zu erwarten gewesen. Faust wertet die Zahlen von Nike als "neutral" für Adidas.

M.M. Warburg-Analyst Thilo Kleibauer beließ sein Urteil auf "Sell" mit dem Ziel 28,00 Euro. Die Adidas-Aktie zeige mit dem Blick auf seine Ergebnisschätzungen keinen Bewertungsabschlag im Vergleich zu Nike. Einen solchen würde Kleibauer aber wegen der starken Positionierung von Nike in seinen Kernmärkten und auch wegen der starken bilanziellen Verfassung für gerechtfertigt halten.

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