Aktien im Fokus
Windanlagenbauer auf Talfahrt

Nachdem bekannt geworden ist, dass Windkraftanlagenbauer bald weniger von der Ökostrom-Förderung des Bundes profitieren könnten, haben es ihre Aktien schwer. Energieerzeuger-Papiere entwickeln sich besser.
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FrankfurtAngesichts des von Union und SPD geplanten Umbaus der Ökostrom-Förderung haben Anleger am Montag einen großen Bogen um Windkraftanlagenbauer gemacht. Die Aktien von Nordex rutschten in der Spitze um fast 20 Prozent auf 11,10 Euro ab und notierten damit auf dem Stand von Anfang Oktober. Im Technologieindex TecDax waren sie mit Abstand größter Verlierer. Die in keinem der großen Indizes gelisteten Titel von PNE Wind sackten um bis zu 18,7 Prozent auf ein Sieben-Monats-Tief von 2,33 Euro ab. Im Handelsverlauf reduzierte sich der Verlust auf rund sechs Prozent.

Union und SPD wollen Windenergie künftig deutlich weniger unterstützen. Windstarke Standorte an Land sollen geringere Fördersätze erhalten, der Ausbau auf hoher See kräftig gestutzt werden. „Offenbar versucht die große Koalition sich unter Gesichtswahrung ein bisschen von der Energiewende zu verabschieden“, sagte Aktienstratege Robert Halver von der Baader Bank. Davon profitierten vor allem die großen Energieversorger E.ON und RWE. Deren Titel lagen 0,3 und 0,2 Prozent im Plus und entwickelten sich damit etwas besser als der Gesamtmarkt. „Es wird klar kommuniziert, dass weiter auf Kohle und konventionelle Energie gesetzt wird“, sagte Halver. „Die SPD hat eine starke Basis in Nordrhein-Westfalen, da geht es um Tausende Arbeitsplätze.“

Andere Börsianer blieben dennoch skeptisch in ihrer Beurteilung der Geschäftsperspektiven für die großen Versorger. „Wir gehen davon aus, dass systemisch relevante, aber unrentable Kraftwerke weiter Ausgleichszahlungen erhalten“, hieß es in einem Kommentar einer Großbank. Die düsteren Gewinnaussichten hellten sich dadurch aber nicht auf, und die Rally der Versorgeraktien in den vergangenen Monaten sei überzogen. Die Commerzbank bekräftige ihre Anlageempfehlung für E.ON mit „Hold“ und für RWE mit „Reduce“.

Obwohl die Solarbranche nach den Kürzungsrunden der vergangenen Jahre diesmal weitgehend verschont bleiben soll, stießen Anleger auch diese Titel vorsichtshalber ab. Im TecDax gaben SMA Solar um zwei Prozent auf 28,68 Euro nach. Die in keinem Index mehr gelisteten Solarworld -Anteilsscheine verloren 1,4 Prozent.

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  • Tja so ist das eben mit den Subventionen.
    In 3 Jahren wird dann noch eine Extrasteuer für SOlaranlagen eingeührt und das ganze Ökokartenhaus bricht in sich zusammen. Was bleibt? Ein paar hundert Milliarden Euro schaden. Ich hoffe aber insgeheim, dass die Energiewende weiter geht und der Schaden für die Wirtschaft noch größer wird. Den Deutschen gehts zu gut. Die wirtschaft hier ist zu stark. Eine kleine Armutswelle mit Bankrotten Großkonzernen und 6 oder 7 Millionen Arbeitslosen würde die Deutschen wieder vom hohen Ross holen.

  • Wenn der Erfolg eines Unternehmens von der Stütze des Staates abhängt, sollte das Geschäftsmodell vielleicht überdacht werden. Was haben denn die Anlagenbauer erwartet? Das es ewig so weiter geht?

  • "Echter Fortschritt"?

    Dann ist es auch Fortschritt, wenn der Pflug durch einen Pflanzstock ersetzt wird.

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