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Jackpot geknackt, Lotto-Aktie abgestraft

Der Lotto-Jackpot in Höhe von 31,7 Millionen Euro ist geknackt. Was den Gewinner reich macht, sorgt für Verluste bei den Aktionären der Internet-Lotterie Tipp 24. Der Anbieter hat sich offenbar gegen einen Gewinn in dieser Höhe nur teilweise abgesichert. Die Aktie bricht ein.

HB DÜSSELDORF. Ein Bayer im Glück: Der Gewinner der aktuellen Auslosung kassiert den zweithöchsten Einzelgewinn in der deutschen Lottogeschichte. Der unbekannte Tipper ist jetzt um 31,7 Millionen Euro reicher. Der Spielteilnehmer zahlte 10,75 Euro für das Los und kreuzte als Einziger die sechs richtigen Gewinnzahlen 3, 4, 23, 30, 43 und 44 inklusive richtiger Superzahl 6 an. Damit war keine Zwangsausschüttung in der nächsten Gewinnklasse nötig. Der Gewinn wird überwiesen, sobald sich der Sieger bei der Gesellschaft meldet.

Das Glück des Gewinners ist das Pech des Internet-Lottoanbieter Tipp24. Der geknackte Lotto-Jackpot verhagelt dem Internet-Lottoanbieter Tipp24 den Jahresgewinn. Die Tochter MyLotto24 müsse in einer von ihr angebotenen Zweitlotterie, die das deutsche Zahlenlotto abbildet, einen Hauptgewinn von 31,7 Millionen ausschütten, teilte das Hamburger Unternehmen mit.

MyLotto24 sei gegen diese Gewinnauszahlung nur zum Teil durch Sicherungsgeschäfte gewappnet. Folglich leidet auch das Ergebnis von Tipp24: Der operative Gewinn (EBIT) werde 2009 mit mindestens 30 Millionen Euro um ein Viertel geringer ausfallen als bislang veranschlagt, hieß es. Die Ausschüttung belaste das Unternehmen mit rund zehn Millionen Euro. Die EBIT-Prognose muss Tipp24 deshalb um 10 Millionen Euro senken. Die Umsatzprognose von mindestens 85 Millionen Euro bleibe unverändert.

Die Aktie des im S-Dax notierten Lotterie-Anbieters ging zum Sturzflug über. Die Titel rutschten in der Spitze um mehr als 16 Prozent auf 21,37 Euro ab und waren damit größter SDax-Verlierer.

"Tipp24 fungieren als eine Art Wettbüro und bieten ihren Service praktisch parallel zum klassischen Lotto zu denselben Quoten an", erklärte Equinet-Analyst Thomas Nagel. "Wenn die dann so hohe Beträge auszahlen müssen, tut das schon weh.

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