Aktien kosten 9,25 Euro
Mifa bricht als erster den IPO-Bann

Die Mitteldeutschen Fahrradwerke wagen überraschend schnell den Gang aufs Parkett. Der Börsenkandidat hat am Mittwoch sein Kapitalmarktdebüt für den 17. Mai angekündigt. Sollte der Fahrradhersteller aus Sachsen-Anhalt das Vorhaben nicht wie im März die Halbleiterfirmen X-Fab und Siltronic in letzter Minute absagen, wäre dies der erste Börsengang seit Sommer 2002. Die Zeichnungsfrist beginnt bereits in wenigen Tagen. Die Mifa stehlen damit auch dem Bankautomaten-Hersteller Wincor-Nixdorf die Show, der ebenfalls noch im Mai an den Kapitalmarkt strebt.

HB FRANKFURT. Die Wincor-Aktien sollen Finanzkreisen zufolge am 19. Mai erstmals gehandelt werden. Für diesen Tag war zunächst auch der Börsengang der Mifa erwartet worden.

Die Mifa-Aktie werde zu einem Preis von 9,25 € je Stück Interessenten zum Kauf angeboten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Finanzanzeige mit. Die Zeichnungsfrist laufe vom 10. bis 14. Mai. Insgesamt wolle Mifa 1,5 Mill. Aktien und damit 25 % der Unternehmensanteile am Kapitalmarkt platzieren. Davon stammten eine Million Anteilsscheine aus einer Kapitalerhöhung, 500 000 aus dem Besitz der Altaktionäre. Das geplante Emissionsvolumen von knapp 14 Mill. € entspricht den Erwartungen von Analysten.

Aktionärsverbände beurteilen den Börsengang unterschiedlich. Während die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) darin eine attraktive Anlage sieht, äußerte sich die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) skeptisch.

Mit den Geldern aus dem Börsengang will die 1907 gegründete Firma aus Sangerhausen ihr weiteres Wachstum finanzieren und verspricht sich davon deutliche Marktanteilssteigerungen in Deutschland und im übrigen Europa. Das Unternehmen sieht sich zusammen mit der Biria-Gruppe als Marktführer auf dem von einem harten Preiswettbewerb gekennzeichneten deutschen Fahrradmarkt. Im vergangenen Jahr setzte die Firma, die über Kunden wie Metro, Kaufland oder Neckermann verfügt, nach eigenen Angaben mit über 400 Mitarbeitern 63,3 (Vorjahr: 62,5) Mill. € um bei einem deutlich gewachsenen Überschuss von 2,7 (1,1) Mill. €.

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