Aktien mit Nachholpotenzial
Die Underdogs der Immobilienbranche

Immobilienaktien liegen hoch im Kurs. Gerade im M- und S-Dax sind die Kurse deutlich gestiegen. Kleinere AGs sind nach Expertenmeinung hingegen unterbewertet. Dabei haben einige Nebenwerte durchaus Luft nach oben.
  • 1

Düsseldorf, FrankfurtDer deutsche Immobilienaktienmarkt ist schon kurios: 72 Werte zählt der von der Privatbank Ellwanger & Geiger (E&G) zusammengestellte Dimax, ein Index, der alle deutschen börsennotierten Immobilienfirmen beinhaltet. Keine von ihnen schaffte es in den Dax30, gerade einmal elf notieren im M- oder S-Dax. Vom Rest bringen es nur fünf auf mehr als 50 Millionen Euro Marktkapitalisierung und wenigstens 25 Prozent Streubesitz: VIB Vermögen, KWG Kommunale Wohnen, JK Wohnbau, Franconofurt und Youniq. Dafür gibt es jede Menge Kleinstfirmen, etwa Zucker & Co, mit knapp 23.000 Euro Marktkapitalisierung oder die Deutsche Beamtenvorsorge Immobilien, die zeitweise nicht einmal ein Penny-Stock war. Tiefstkurs laut Dimax: null Euro.

Was die Schwergewichte unter den Immobilienaktien mit ihren positiven Kursentwicklungen in den vergangenen Monaten vorgemacht haben, könnten die kleinen nun nachholen. Der Dimax legte seit Jahresanfang um knapp 28 Prozent zu, fünf Punkte mehr als der Dax30. „Nun sollte die Zeit der niedrig bewerteten Nachzügler gekommen sein“, prognostiziert das Management des E&G-Fonds Immobilienaktien Europa.

Patrick Fournier, Verwalter des IMM Alarick Fund, goss am Rande des Financial & Real Estate Forums am Mittwoch in Frankfurt jedoch Wasser in den Wein: „Zwar sind viele der kleinen Immobilienunternehmen deutlich unterbewertet, trotzdem könnten die Kurse bis Weihnachten noch einmal nachgeben.“ Der Grund: Hinkt das Depot eines Fondsmanagers der Gesamtentwicklung eines Markts hinterher, verkaufen viele zum Jahresende zuerst die schwächsten Werte. Darunter könnten einige Immobilienaktienkurse leiden.

Neben dem Blick auf Bilanz und Finanzierungssituation sollten Anleger bei ihrer Wahl das Geschäftsmodell favorisieren, das zu ihrem Risikoprofil passt: „Ein Bestandsverwalter, der von Mieteinnahmen lebt, ist defensiver als ein Projektentwickler, der Immobilien baut und anschließend verkauft“, sagt André Hüsemann, Analyst bei SRC Research.

Seite 1:

Die Underdogs der Immobilienbranche

Seite 2:

Wo das Potenzial der Immobilienfirmen liegt

Kommentare zu " Aktien mit Nachholpotenzial: Die Underdogs der Immobilienbranche"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • ... vielen Dank, dass Sie nun auch die kleineren Gesellschaften beleuchten. Besonders im begehrten Münchner Raum tun sich dabei 2-3 solide Unternehmen hervor, welche eine vernünftige Marktkapitalisierung und mit der Nymphenburger Immo (Grossaktionär von Fink 50%) auch über genügend Streubesitz verfügen - Sedelmayr und Custodia sind im Streubesitz eher eingeschränkt aber sonst auch erste Qualität. - Charttechnisch sollte bei Nymphenburger Immo WKN 649510 am Freitag auch der Ausbruch gelungen sein.

    Beste Münchner Grüsse - ValueFox

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%