Aktien sollen ab Anfang Mai gehandelt werden - Hoffnungen ruhen auf Antibiotika
Zeichnungsfrist für Schweizer Biotech-Firma Arpida beginnt

Das Basler Biotechnikunternehmen Arpida will am 4. Mai an die Börse gehen. Die Firma hat am Mittwoch Einzelheiten zu ihrem in der Schweiz geplanten und von der Deutschen Bank betreuten Börsengang bekannt gegeben.

oli ZÜRICH. Danach ist die Platzierung von bis zu 5,4 Mill. Namensaktien mit einer Preisspanne von 18 bis 22 Schweizer Franken (12 bis 14,70 Euro) pro Aktie vorgesehen. Arpida will einen Bruttobetrag von 97,2 bis 118,8 Mill. Franken einnehmen. Die Marktkapitalisierung nach dem Börsengang soll zwischen 294,7 Mill. und 360,2 Mill. Franken liegen. Die Zeichnungsfrist hat gestern begonnen und dauert bis zum 3. Mai.

Arpida hat seit der Gründung vor knapp acht Jahren von privaten Investoren rund 141 Mill. Franken erhalten, um die Entwicklung von Antibiotika zu finanzieren. Die Medikamente sollen gegen multiresistente Bakterien wirken. Das intravenös zu verabreichende Präparat Iclaprim hat die klinische Phase II abgeschlossen und wird nun im letzten Stadium getestet. Es soll Anfang 2008 auf den Markt kommen. Vorher wird das Unternehmen kein Geld verdienen. Bei einem zweiten Antibiotikum, das nicht gespritzt, sondern geschluckt werden kann, hofft Arpida-Chef Kalid Islam darauf, dass es ein Jahr später zur Verfügung steht. Mit Iclaprim machen die Basler dem marktführenden Produkt Zyvox von Pfizer Konkurrenz. Pfizer hat damit im vergangenen Jahr 463 Mill. Franken umgesetzt. Analysten haben allerdings Zweifel, ob Arpida den Markt richtig einschätzt. Mit Antibiotika seien keine hohen Preise zu erzielen, sagt ein Züricher Analyst.

Das Biopharma-Unternehmen mit seinen 72 Mitarbeitern ist eine von vier Schweizer Firmen, die sich neuerdings für die Börse entschieden haben. Die Ems-Chemie hatte kürzlich eine Tochterfirma an die Börse gebracht. Am 6. April gab die Genfer Firma Advanced Digital Broadcast ihre Absichten bekannt, sich an der Börse in Zürich listen zu lassen. Größter Börsengang dürfte der des Logistikanbieters Panalpina werden, der noch nicht terminiert ist.

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