Aktiencheck
Analysten schwören auf Burger King

Nicht nur die Burger, auch die Aktien der Fast-Food-Kette Burger King sind derzeit günstig, sagen Analysten. In der Krise wird mehr Fast-Food gegessen, die Kette wächst international. Doch ob die Burger-Aktie tatsächlich ein Erfolgspapier wird, hängt von der Entwicklung der Branche ab.

STUTTGART. So stark wie im vergangenen Quartal ist die Zahl der US-Restaurantbesuche seit fast 30 Jahren nicht mehr zurückgegangen. Vor allem Familien mit Kindern, die in den USA etwa ein Drittel aller Restaurantbesucher ausmachen, essen schon seit Längerem immer öfter zu Hause. Das hat eine Studie des US-Marktforschers NPD ergeben.

Gute Zeiten also für Fast-Food-Ketten? Nicht unbedingt. Denn gleichzeitig liegen die Lebensmittelpreise auf hohem Niveau, so dass zum Beispiel Kentucky Fried Chicken mehr für rohes Hühnchenfleisch ausgeben muss als ursprünglich geplant. Auch in den kommenden Monaten sollen die Geflügelpreise weiter anziehen.

Burger King, die zweitgrößte Burgerkette der Welt, dagegen könnte tatsächlich vom Trend profitieren, erwarten die Analysten. Unter anderem deshalb, weil Käse und Rindfleisch – die beiden wichtigsten Bestandteile eines Cheeseburgers – wieder billiger sind als vor einem Jahr.

„Es sieht so aus, als ob die Höchststände im vergangenen Sommer erreicht wurden und die Preise langfristig wieder sinken“, sagt Gregory Badishkanian von der Citigroup. Burger Kings Konkurrent Yum Brands etwa erwarte ab Ende des Jahres wieder niedrigere Lebensmittelkosten.

Mit dem jüngsten Jahrestief bei knapp 16 Dollar sollte die Burger-King-Aktie nun den Boden erreicht haben, schätzt Keith Siegner von Credit Suisse. „Wenn Burger King es schafft, im laufenden vierten Quartal auch nur das untere Ende der selbst gesteckten Ziele zu erreichen und für das kommende Jahr eine saubere Prognose zu liefern, dann würde das die Aktienpreis sicherlich in den oberen Zehner-Bereich zurückbringen.“

Dennoch kämpft Burger King derzeit mit Problemen. Unter anderem hat sich die Branche mit ihren zahlreichen Super-Sonder-Aktionen möglicherweise ins eigene Fleisch geschnitten, sagen Experten. Viele Schnellrestaurants versuchen die Kunden mit vergünstigten Burgern und speziellen Billig-Neukreationen in ihre Filialen zu holen.

Die ersten Quartalsergebnisse zeigen allerdings: Die Sonderaktionen haben nicht nur die Gewinne geschmälert, sondern auch weniger Hungrige angelockt als erhofft. So könnte es also Burger Kings Glück sein, dass die Filialchefs einen entsprechenden Vorschlag der Vorstandsetage vor Kurzem ablehnten. Vier Monate oder zumindest sechs Wochen lang sollte der „Double Cheeseburger“ in den USA nur einen Dollar kosten. Doch die Filialchefs stimmten dagegen. Ihre Befürchtung: Den Burger für weniger als die Hälfte des normalen Preises zu verkaufen, würde die Gewinne deutlich schmälern.

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