Aktienfokus
Air Berlin startet verhalten an der Börse

Air Berlin ist am Donnerstag etwas verhalten an der Börse gestartet. Die Titel gingen auf Xetra mit einem ersten Kurs von 12,65 Euro in den Handel. Damit starteten sie über dem Ausgabepreis von 12 Euro. Gegen 10.45 Uhr kosteten die Papiere 12,10 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Air Berlin ist am Donnerstag etwas verhalten an der Börse gestartet. Die Titel gingen auf Xetra mit einem ersten Kurs von 12,65 Euro in den Handel. Damit starteten sie über dem Ausgabepreis von 12 Euro. Gegen 10.45 Uhr kosteten die Papiere 12,10 Euro. Die großen deutschen Indizes legten am Vormittag leicht zu. Der Börsengang hatte ursprünglich schon in der vergangenen Woche erfolgen sollen, wegen schleppender Nachfrage nach den Titeln hatte Air Berlin den Termin jedoch verschoben und die Preisspanne gesenkt.

Unternehmenschef Joachim Hunold äußerte sich zufrieden mit dem Börsenstart. "Jetzt können wir in die Zukunft gucken und wachsen", sagte er. In erster Linie solle das Geld wie geplant für das Wachstum verwendet werden. Neben der Flugzeugflotte stehe die Finanzierung von Strecken im Fokus, das Netz solle europaweit weiter ausgedehnt werden. "Wir werden in der Flugzeugfinanzierung in Zukunft vielleicht etwas umstrukturieren", kündigte Hunold mit Blick auf den niedriger als zuvor ausgefallenen Emissionserlös an.

Die Absenkung der Spanne begründete Hunold mit dem gestiegenen Ölpreis. Zudem seien zuletzt auch Wettbewerber - wie etwa easyjet und Ryanair Holdings unter Druck geraten. "Dem mussten wir Rechnung tragen", sagte Hunold.

Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler bezeichnete den Ausgabepreis von 12 Euro als vernünftig für das Unternehmen. "Viel Luft ist nicht in der Aktie", räumt der Analyst allerdings ein. Nun müsse das Unternehmen mit der Vorlage von Zahlen seine Stärken unter Beweis stellen.

Marktbeobachter sprachen von einem verhaltenen Start. "Es war eine schwere Geburt, aber sie ist einigermaßen geglückt", sagte ein Händler. Der Ausgabepreis sei überraschend niedrig gewesen. Hier habe der Markt "ein klares Wort" gesprochen, nachdem zuvor auch in Studien ein Fairer Wert von 12 Euro für die Air-Berlin-Aktie veranschlagt worden sei.

Der niedrigere Emissionserlös werfe nun einige Fragen in Bezug auf die weitere Finanzierung bei Air Berlin auf, sagte der Händler. Behaftet mit einigen Unsicherheiten werde sich die Aktie in der nächsten Zeit schwertun.

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