Aktienfokus
Bio-Gate mit starkem Börsendebüt

Aktien des Nanotechnologie-Unternehmens Bio-Gate sind am Mittwoch mit einem Zeichnungsgewinn von knapp 60 Prozent erfolgreich an der Börse in Frankfurt gestartet.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des Nanotechnologie-Unternehmens Bio-Gate sind am Mittwoch mit einem Zeichnungsgewinn von knapp 60 Prozent erfolgreich an der Börse in Frankfurt gestartet. Der erste Kurs lag bei 33,50 Euro und damit weit über dem Ausgabepreis von 21 Euro, der am oberen Rand der Preisspanne von 19 bis 21 Euro festgelegt wurde. Zuletzt wurden Bio-Gate gegen 11.00 Uhr in Frankfurt bei 33,50 Euro. Zur gleichen Zeit behauptete sich der TecDax mit plus 0,24 Prozent auf 724,84 Zähler gut.

Händler sprachen von einem "sehr guten Start" der Titel. Einige fühlten sich angesichts des hohen Preises und der regen Nachfrage jedoch an die Zeiten des Neuen Marktes erinnert. "Die Aktie hat einen tollen Start hingelegt", sagte ein Marktteilnehmer. "Angesichts der Preise am Grauen Markt war das aber auch zu erwarten." Im außerbörslichen Handel bei Lang & Schwarz waren die Titel vor dem Börsenstart am Morgen bereits bei 34 zu 37 Euro und damit deutlich über dem Emissionspreis taxiert worden. Nun sei aber die künftige Entwicklung der Aktien abzuwarten, sagte ein Händler. Teils erwarte der Markt laut Börsianern bei den Titeln langfristig einen Kursanstieg auf bis zu 100 Euro.

"Da ist eindeutig Nanotechfantasie im Spiel", kommentierte ein anderer Börsianer. Die positive Kursentwicklung rühre von der Vorliebe am Markt für Werte aus diesem Technologiebereich. Einige Marktteilnehmer sahen in der sprunghaften Kursentwicklung eine Übertreibung: "Das ist ja wie in Zeiten des Neuen Marktes", sagte ein Frankfurter Händler und bekam Zustimmung von einem Kollegen: "Das erinnert mich eindeutig an das Jahr 2000 - es ist unglaublich, wie schnell der Markt das vergessen hat."

Der Börsengang erfolgt im Entry Standard der Deutschen Börse. Ausgegeben werden sollten 788 200 Stammaktien. Die Aktien waren nach Angaben des Unternehmens auf reges Interesse gestoßen und waren rund 36-fach überzeichnet. Das Unternehmen stattet nach eigenen Angaben Materialien mit Hilfe einer Nanotechnologie mit Silber gegen Krankheitserreger aus. Die Silber-Technologie wurde gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt. Den Emissionserlös will das Unternehmen für weiteres Wachstum verwenden.

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