Aktienfokus
BMW etwas schwächer

Aktien des Fahrzeugherstellers BMW haben am Mittwoch nach Zahlen einen leichten Kursrückgang verzeichnet. Gegen 11.15 Uhr verloren die Titel 0,55 Prozent auf 43,17 Euro, während der Leitwerteindex Dax ein leichtes Minus von 0,07 Prozent auf 6 047,26 Zähler verzeichnete.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des Fahrzeugherstellers BMW haben am Mittwoch nach Zahlen einen leichten Kursrückgang verzeichnet. Gegen 11.15 Uhr verloren die Titel 0,55 Prozent auf 43,17 Euro, während der Leitwerteindex Dax ein leichtes Minus von 0,07 Prozent auf 6 047,26 Zähler verzeichnete. BMW hatte ein höheres Ergebnis und gute Absatzzahlen gemeldet, Analysten äußerten sich aber kritisch zur Qualität der Gewinne und auch zur Umsatzentwicklung.

Robert Heberger von Merck Finck & Co. verwies darauf, dass der Sondergewinn aus einer Rolls-Royce-Sonderanleihe mit 375 Mill. Euro über den von ihm erwarteten 350 Mill. Euro gelegen habe. Dadurch liege der rein operative Vorsteuergewinn lediglich 53 Mill. Euro über seiner Prognose. Den Ausblick eines Vorsteuergewinns von vier Mrd. Euro für das Gesamtjahr habe das Unternehmen bestätigt. Insgesamt seien die Quartalszahlen aber positiv zu bewerten. Heberger will daher die bisherige Einstufung "Hold" überdenken und die Aktien eventuell hochstufen.

Michael Punzet von der Landesbank Rheinland-Pfalz sagte ebenfalls, der Ertrag aus der genannten Wandelanleihe habe über seiner Prognose gelegen. Zusätzlich scheine das Finanzergebnis von realisierten Gewinnen aus Derivaten profitiert zu haben. "So toll sieht das Ergebnis deshalb nicht aus", resümierte Punzet seine Einschätzung. Dagegen habe das Unternehmen gesagt, es habe auch ohne Rolls Royce ein Rekordergebnis erzielt. Er merkte kritisch an, der Umsatz sei weniger stark als der Absatz gestiegen - bei anderen Autobauern sehe dies umgekehrt aus. Der Experte bekräftigte daher seine Einstufung "Underperformer" mit einem Kursziel von 41 Euro.

Fabian Kania von Helaba Trust kritisierte ebenfalls die Umsatzentwicklung des Autobereichs, die trotz der günstigen Dollarkursentwicklung hinter dem Absatz zurückgeblieben sei. Ein möglicher Grund dafür sei die deutliche Ausweitung des Flottengeschäfts. Die Vorsteuermarge sei vor allem wegen Wechselkurs- und Rohstoffkostenbelastungen von 7,1 auf 6,8 Prozent gesunken. Das Vorsteuerergebnis habe wegen des unerwartet hohen Einmalertrags aus der Rolls-Royce-Umtauschanleihe seine Prognose leicht übertroffen, so Kania.

Insgesamt sei das Zahlenwerk von BMW gut. Selbst wenn die Absatzdynamik deutlich nachlassen sollte, sei das Unternehmen auf einem guten Weg, im laufenden Jahr den angestrebten Vorsteuergewinn von vier Mrd. Euro zu erreichen. Kania bestätigte seine Empfehlung "Halten".

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%