Aktienfokus
Deutsche Bank etwas schwächer

Aktien der Deutschen Bank sind am Mittwoch nach der Ankündigung der Übernahme der Berliner Bank unter Druck geraten. Gegen 9.40 Uhr verloren die Titel der größten deutschen Bank 0,89 Prozent auf 83,40 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien der Deutschen Bank sind am Mittwoch nach der Ankündigung der Übernahme der Berliner Bank unter Druck geraten. Gegen 9.40 Uhr verloren die Titel der größten deutschen Bank 0,89 Prozent auf 83,40 Euro. Der deutsche Leitindex Dax gab zeitgleich 0,49 Prozent auf 5 466,88 Zähler ab.

Händler hatten zuvor die von der Deutschen Bank gezahlten 680,5 Mill. Euro für die Tochter der Bankgesellschaft Berlin als einen hohen Preis bezeichnet. Nach Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) hätten die letzten zwei Bieterkonkurrenten die Berliner Bank mit über 400 Mill. Euro bewertet, hieß es. Den mit dem Kauf verbundenen Ausbau des Privat- und Geschäftskundenbereichs bewerteten Börsianer allerdings positiv. Dies sei das wichtigste Ziel der Akquisition gewesen, hieß es.

Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) sieht die Übernahme grundsätzlich positiv. Der Kaufpreis sei zwar hoch aber aus mehreren Gründen zu rechtfertigen, schreibt er in einer aktuellen Studie. So sei die Berliner Bank eine der seltenen Gelegenheiten, im deutschen Privatkundengeschäft durch Akquisitionen zu wachsen. Zudem übernehme die Deutsche Bank "ein sauberes Kreditbuch und einen attraktiven Kundenstamm".

Da das Back Office bei der Bankgesellschaft Berlin bleibe, seien die erwartbaren Restrukturierungskosten zu vernachlässigen. Mittelfristig sieht der Experte Synergieeffekte im dreistelligen Millionenbereich. Die Stärkung des Privatkundengeschäfts sei strategisch positiv, so Kayser weiter.

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