Aktienfokus
Deutsche Bank fester

Die Aktien der Deutschen Bank haben am Freitag etwas zugelegt und damit positiv auf die entschärfte Situation beim Immobilienfonds Grundbesitz-Invest reagiert. Für die Titel der Deutschen Bank ging es bis 10.40 Uhr um 0,80 Prozent auf 81,94 Euro nach oben.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der Deutschen Bank haben am Freitag etwas zugelegt und damit positiv auf die entschärfte Situation beim Immobilienfonds Grundbesitz-Invest reagiert. Für die Titel der Deutschen Bank ging es bis 10.40 Uhr um 0,80 Prozent auf 81,94 Euro nach oben. Der deutsche Leitindex Dax gewann 0,44 Prozent auf 5 319,30 Punkte.

Händler erklärten die Gewinne mit dem Einlenken des Branchenprimus. Nach tagelangem Schweigen will die Bank den Anlegern, die in den vergangenen zwei Jahren Anteile gekauft haben, einen "fairen Wertausgleich" bieten. Der Imageverlust wurde durch die neue Gangart wieder etwas abgeschwächt, erklärte ein Börsianer. "Allerdings bleibt ein fahler Beigeschmack, da die Deutsche Bank erst auf den Druck der Öffentlichkeit reagiert hat." So hatte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SDK) der Bank eine "brutale Handhabung" des Vorgangs vorgeworfen.

Auch Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz erklärte die Gewinne mit der neuen Entwicklung. "Die Aktie hat übertrieben auf die Probleme mit dem Immobilienfonds reagiert und seit Dienstag mehr als eine Milliarde Euro Marktkapitalisierung verloren", sagte der Analyst. "Durch das Entgegenkommen auf die Anleger kommt jetzt wieder etwas Ruhe rein."

Eine Schadensbegrenzung sehen auch andere Experten. "Die Art und Weise der Deutschen Bank mit dem Problem umzugehen war schlecht für das Image", sagte Analyst Andreas Weese von der HVB. "Auch wenn eine mögliche Unterstützung der Fondsanleger die Erträge im Jahr 2005 belasten könnte, so dürfte doch damit der Imageschaden begrenzt werden."

Die Deutsche Bank hatte am Donnerstag erst nach wachsender Kritik an der historisch einmaligen Schließung ihres offenen Immobilienfonds Grundbesitz-Invest eingelenkt und Unterstützung für die Anleger angekündigt. Privatanlegern, die in den vergangenen zwei Jahren Anteile gekauft hätten, solle im Fall einer Wertminderung "schnell und unbürokratisch" geholfen werden, teilte die Bank nach tagelangem Schweigen mit.

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