Aktienfokus
Deutsche Börse etwas fester

Die Titel der Deutschen Börse haben auch am Montag durch den anhaltenden Fusionspoker um die Fünf-Länder-Börse Euronext im Fokus der Aktionäre gestanden.

dpa-afx FRANKFURT. Die Titel der Deutschen Börse haben auch am Montag durch den anhaltenden Fusionspoker um die Fünf-Länder-Börse Euronext im Fokus der Aktionäre gestanden. Sie entwickelten sich gegen 9.45 Uhr mit plus 0,89 Prozent auf 101,71 Euro allerdings etwas schwächer als der Gesamtmarkt - der Dax stieg zeitgleich um 1,46 Prozent auf 5 454,50 Punkte. Die Aktien der Euronext verloren 0,15 Prozent auf 67,90 Euro während der CAC 40 in Paris 1,08 Prozent auf 4 745,42 Punkte gewann.

Der deutsche Börsenbetreiber erwägt einem Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montagausgabe) zufolge eine Verbesserung des Angebots an die Euronext-Aktionäre. Zwar soll es bei dem Gesamtbetrag von 8,6 Mrd. Euro bleiben, doch werde möglicherweise die Barkomponente von zehn Prozent ausgeweitet.

"Die Frankfurter werden ihre Bar-Komponente wohl anpassen, eigentlich müssen sie sogar über den Bar-Anteil der New Yorker Börse gehen", sagte ein Analyst. Derzeit liegt das Angebot der Nyse für die Euronext mit insgesamt acht Mrd. Euro deutlich niedriger, die Bar-Komponente beträgt allerdings 30 Prozent, bei dem Angebot der Frankfurter zehn Prozent.

"Das Management kann nicht mehr überzeugt werden, daher muss die Deutsche Börse die Aktionäre mit einem lukrativen Angebot ködern", erklärt der Experte weiter. Daher sei auch keine Änderung der strategischen Ausrichtung zu erwarten, weitere Zugeständnisse an das Euronext-Management würden wohl nicht gemacht. Man müsse aber abwarten, welche Entscheidung auf der Aufsichtsratssitzung am heutigen Montag falle.

Für die Aktionäre der Euronext sei diese Entwicklung eigentlich nur positiv zu werten, sagte ein anderer Experte. "Falls die Deutsche Börse nachbessert, könnte sich doch noch ein Bieterstreit ergeben", hieß es. Dass das Management der Fünf-Länder-Börse sich noch anders entscheidet, hält der Analyst allerdings für unwahrscheinlich. "Dafür müssten dann sehr gute Gründe gefunden werden, um diese 180-Grad-Wende zu rechtfertigen".

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