Aktienfokus: Deutsche Börse gut behauptet - Jahresbilanz

Aktienfokus
Deutsche Börse gut behauptet - Jahresbilanz

Die Deutsche Börse hat am Mittwoch leicht positiv auf die Bilanz 2005 reagiert. Vor allem die Fusionsfantasien trieben den Kurs. Die Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers gewannen bis gegen 9.35 Uhr 0,39 Prozent auf 106,00 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Börse hat am Mittwoch leicht positiv auf die Bilanz 2005 reagiert. Vor allem die Fusionsfantasien trieben den Kurs. Die Aktien des Frankfurter Börsenbetreibers gewannen bis gegen 9.35 Uhr 0,39 Prozent auf 106,00 Euro. Bei 108,56 Euro wurde im frühen Handel ein neuer Rekordstand erreicht. Der Leitindex Dax verlor gleichzeitig 0,05 Prozent auf 5 797,99 Punkte.

Die Bilanz fiel laut Händlern "wie erwartet bis etwas besser" aus, bringe aber nicht die erhofft positiven Überraschungen. Fusionsfantasie nach dem ungewöhnlich klaren Bekenntnis zu Gesprächen mit Euronext bringe aber offenbar weiteres Aufwärtspotenzial, sagten Händler. Die Deutsche Börse hatte mitgeteilt, sie "befürwortet unverändert den Dialog mit Euronext mit der Vorstellung einer Fusion unter Partnern". Nach dem steilen Kursanstieg könnte das Ausbleiben einer positiven Überraschung aber auch im Verlauf Gewinnmitnahmen auslösen.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) wird nach den 2005er-Zahlen der Deutschen Börse wahrscheinlich die Gewinnschätzungen für das laufende Jahr sowie das Kursziel von derzeit 73 Euro für die Aktie anheben. An der Einstufung "Underperformer" werde sich jedoch nichts ändern, sagte LRP-Analyst Olaf Kayser. Selbst nach oben revidierte Gewinnschätzungen dürften keine Kurse um die 100 Euro hergeben, so Kayser. Eine Fusion mit der Euronext sieht er selbst nach dem offen bekundeten Willen der Deutschen Börse nicht unmittelbar bevorstehen. Dazu seien die von Deutsche Börse-Chef Reto Francioni genannten Bedingungen zu umfangreich.

Merck Finck sieht die Jahreszahlen ebenfalls "im Rahmen der Erwartungen". Es sei kein konkreter Ausblick gegeben worden. Daher ließ Analyst Konrad Becker seine Prognosen zunächst unverändert. Die Bewertungsdifferenz macht eine Fusion mit der Euronext unter gleichen aus Beckers Sicht aber eher unwahrscheinlich und für die Euronext schwer akzeptabel. Seine Anlageempfehlung bleibt "Sell".

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