Aktienfokus
Deutsche Börse sehr fest

Nach der Einigung der Spitzen von Nyse und Euronext auf eine Fusion haben die Aktien der Deutschen Börse am Freitag nach anfänglichen Verlusten deutlich zugelegt. Die Titel des Frankfurter Börsenbetreibers stiegen gegen 9.25 Uhr um 2,24 Prozent auf 108,91 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Nach der Einigung der Spitzen von Nyse und Euronext auf eine Fusion haben die Aktien der Deutschen Börse am Freitag nach anfänglichen Verlusten deutlich zugelegt. Die Titel des Frankfurter Börsenbetreibers stiegen gegen 9.25 Uhr um 2,24 Prozent auf 108,91 Euro. Zugleich rückte der Leitindex Dax um 0,85 Prozent auf 5 756,24 Punkte vor. Im vorbörslichen Handel hatte die Aktie noch im Minus gestanden.

Die Spitzen des New Yorker Börsenbetreibers Nyse und der Fünf-Länder-Börse Euronext haben sich auf eine Fusion zur größten Börse der Welt geeinigt, wie beide Unternehmen am Donnerstagabend in New York mitteilten. Damit haben die Frankfurter so gut wie sicher ihr Werben um Euronext verloren. Die endgültige Entscheidung haben allerdings die Euronext-Aktionäre, die dem Nyse-Gebot noch zustimmen müssen.

Ein Händler sagte mit Blick auf das Kursplus bei der Deutschen Börse: "Einige Investoren sind erleichtert, dass nun wohl nicht mehr ein teurer Bieterkampf um die Euronext droht, nun kann die Deutsche Börse das Geld für Sonderdividenden oder Aktienrückkäufe nutzen." Zudem hätten die Umsatzzahlen für den Monat Mai überzeugt. Ein anderer Marktteilnehmer sah einen anderen Grund für die Kursgewinne: "Da haben wohl einige Anleger auf fallende Kurse gesetzt und müssen sich nun eindecken".

Ein weiterer Börsianer konnte der sich abzeichnenden Fusion von Nyse und Euronext ebenfalls etwas abgewinnen: "Für die Deutsche Börse ist das alles ein Glücksfall, da sie vor einer Fehlentscheidung bewahrt wurde. Jetzt kann sie sich auf bessere Schachzüge wie Schweiz, Italien, Osteuropa oder Asien konzentrieren."

Am Morgen hatten am Markt noch negative Einschätzungen dominiert. "Die Nachricht kommt zwar nicht überraschend, aber schwinden die Chancen für die Frankfurter zusehends", sagte ein Händler. Die Frage stelle sich, was die Deutsche Börse nun mache. Als andere Partner gebe es noch die Chicago Mercantile Exchange (CME), Zürich, Madrid oder Mailand. Zugleich befürchteten einige Händler, dass die Deutsche Börse ein höheres Gegengebot macht.

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