Aktienfokus
Deutsche Börse sehr schwach

Im andauernden Fusionspoker um die Mehrländerbörse Euronext haben Aktien der Deutschen Börse am Dienstag erneut Verluste erlitten. Gegen 10.10 Uhr verloren die Titel als einer der schwächsten Werte im deutschen Leitindex 2,53 Prozent auf 99,65 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Im andauernden Fusionspoker um die Mehrländerbörse Euronext haben Aktien der Deutschen Börse am Dienstag erneut Verluste erlitten. Gegen 10.10 Uhr verloren die Titel als einer der schwächsten Werte im deutschen Leitindex 2,53 Prozent auf 99,65 Euro. Auch der Dax gab 0,99 Prozent auf 5 565,39 Zähler ab.

Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni will weiter um die Fusion mit der Euronext kämpfen. "Wir sehen selbstverständlich die Möglichkeit, unseren Vorschlag umzusetzen", sagte Francioni dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Zu Spekulationen, die Deutsche Börse werde ein verbessertes, feindliches Angebot vorlegen, äußerte er sich nicht. Ein Analyst sagte dazu: "Mit dem alten Angebot sind die Chancen eher gering." Derzeit stelle der deutsche Börsenbetreiber die Lage wohl besser dar als sie ist, da keine wirklichen Optionen zur Verfügung stünden.

Ob die Deutsche Börse wirklich nachlegen wird, sei allerdings eher fraglich. "Damit wird der Preis nach oben getrieben, und ein schwieriger Bieterkampf entsteht", sagte der Analyst weiter. Auch die Haltung der beteiligten Hedgefonds sei schwer einzuschätzen. Einige seien wohl der Meinung, dass die Aktie der Nyse zu hoch bewertet sei und damit wäre der angebotene Preis zu gering. Es sei aber auch nicht auszuschließen, so der Experte weiter, das die New Yorker nachbessern werden, um alles klar zu machen.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hält eine Fusion zwischen der Nyse und Euronext für wahrscheinlich, zumal sich beide Parteien einig seien. Es sei kaum anzunehmen, dass sich die Politik in die Entscheidung einmischen wird, zumal es keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken gebe, so die Analysten in einem Kommentar vom Dienstag. Sollten sich hingegen weitere Aktionäre den skeptischen Stimmen einiger Anteilseigner anschließen, könnte die Transaktion doch noch scheitern und die Deutsche Börse wäre wieder im Rennen.

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