Aktienfokus
Deutsche Börse vorbörslich kaum verändert

Aktien der Deutschen Börse haben am Dienstag vorbörslich kaum auf die Nachricht weiterer Zugeständnisse im Übernahmekampf um die Mehrländerbörse Euronext reagiert.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien der Deutschen Börse haben am Dienstag vorbörslich kaum auf die Nachricht weiterer Zugeständnisse im Übernahmekampf um die Mehrländerbörse Euronext reagiert. Bei Lang & Schwarz wurden die Papiere des deutschen Börsenbetreibers mit 100,00 zu 101,00 Euro gehandelt, nachdem sie am Montag 0,11 Prozent höher mit 100,92 Euro aus dem Handel gegangen waren. Der deutsche Leitindex Dax wird indes etwas schwächer erwartet.

Die Deutsche Börse zeigte sich kompromissbereit im Übernahmekampf um die Euronext und rückte von Frankfurt als Zentrale eines fusionierten Börsenkonzerns ab. "Die finanziellen Konditionen der Transaktion bleiben unverändert", teilte das Unternehmen am Montagabend nach Börsenschluss mit.

Der Markt habe auf eine höher Barkomponente gehofft, sagte ein Händler. Dass der deutsche Börsenbetreiber auf auf Frankfurt als Hauptsitz verzichten wolle, sei das wichtigste Zugeständnis und habe eine politische Dimension. Er halte es für möglich, dass die Euronext-Geschäftsführung nun dem Angebot des deutschen Konkurrenten zustimmen werde. Allerdings müssten die Euronext-Aktionäre noch überzeugt werden.

Nach Ansicht eines anderen Marktbeobachters sind allerdings die Barkomponente und die Gesamthöhe des Angebots die entscheidenden Faktoren für die Hedge-Fonds, die an der Euronext beteiligt sind. "Alles läuft auf einen Showdown zwischen der Nyse und der Deutschen Börse in ein paar Wochen hinaus", sagte er. Die jüngsten Zugeständnisse der Frankfurter seien nicht so bedeutend, dass sie allein etwas ändern würden. Der Experte schloss nicht aus, dass sowohl die Deutsche Börse als auch die um Euronext konkurrierende Nyse Group entgegen bisher anders lautenden Aussagen ihre Offerten erhöhen könnten.

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