Aktienfokus
EADS schwach erwartet

EADS-Aktien haben am Mittwoch wegen Verzögerungen beim Großflugzeug A380 vorbörslich unter Druck gestanden. Die Papiere des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns fielen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz auf 24,60 zu 24,90 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. EADS-Aktien haben am Mittwoch wegen Verzögerungen beim Großflugzeug A380 vorbörslich unter Druck gestanden. Die Papiere des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns fielen im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz auf 24,60 zu 24,90 Euro. Am Vortag hatten sie auf Xetra 1,24 Prozent auf 25,47 Euro verloren. Den Gesamtmarkt erwarten die Düsseldorfer gut behauptet.

Die negativen Aussagen zum A380 sind "eine Katastrophe", sagte ein Händler am Morgen. Die Kursentwicklung sei in den vergangenen Wochen und Monaten erheblich von Nachrichten um den A380 geprägt worden - entsprechend sei nun Druck auf die Aktien zu erwarten. Technisch sehe die Aktie stark angeschlagen aus, wenn das jüngste Zwischentief bei 24,75 Euro unterschritten werde.

Analysten reagierten am Morgen bereits negativ auf die Nachrichten. Die Deutsche Bank senkte EADS-Titel von "Buy" auf "Hold" und reduzierte das Kursziel von 33 auf 26 Euro. Die Warnung von Airbus für das Großflugzeug A380 sei negativ, schrieb Analyst Ben Fidler. Die Aussagen zu weiteren Verzögerungen und erhöhten Kosten seien eine "materielle Enttäuschung".

Credit Suisse bewertet die Verzögerungen ebenfalls sehr negativ. Ein Kursabschlag von 1,00 bis 2,50 Euro je Aktie sei unmittelbar gerechtfertigt, so die Experten. Im derzeit unsicheren Marktumfeld könnten Investoren die Aktien sogar noch stärker abstrafen. Allerdings sei EADS bereits der günstigste Titel der Branche. Die Verzögerung sei negativ, für die Gruppe aber keine fundamentale Änderung. Die Analysten bestätigten den Titel mit "Neutral" und einem Kursziel von 28,00 Euro.

Rund sechs Monate vor dem geplanten Ersteinsatz des A380 hat Airbus den Auslieferungszeitplan um ein gutes halbes Jahr verschoben. Der Mutterkonzern EADS erwartet daraus für die Jahre 2007 bis 2010 jedes Jahr etwa 500 Mill. Euro weniger Ertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit). Die Lufthansa will prüfen, ob und wenn ja welche Auswirkungen der neue Zeitplan von Airbus auf die Lufthansa-Bestellung hat. Andere Fluggesellschaften sagten ähnliches.

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