Aktienfokus
Eon kaum verändert

Die am Vortag gut gelaufenen Eon-Aktien haben sich am Tag nach Vorlage des Endesa-Angebots kaum bewegt. "Nach dem Kurssprung am Vortag beruhigt sich der Titel nun erstmal, außerdem werden weitere Nachrichten abgewartet", sagte ein Händler.

dpa-afx FRANKFURT. Die am Vortag gut gelaufenen Eon-Aktien haben sich am Tag nach Vorlage des Endesa-Angebots kaum bewegt. "Nach dem Kurssprung am Vortag beruhigt sich der Titel nun erstmal, außerdem werden weitere Nachrichten abgewartet", sagte ein Händler. "Bis dahin dürfte sich der Titel weiter seitwärts bewegen."

Bis 11.45 Uhr hielt sich die Aktie mit plus 0,03 Prozent auf 95,66 Euro kaum verändert. Der Dax gab unterdessen 0,16 Prozent auf 5 791,47 Zähler nach. Tags zuvor hatte die Eon-Aktie bei 98,82 Euro ein neues Rekordhoch erklommen.

Die Ankündigung des italienischen Versorgers Enel , Gas Natural bei einem möglichen Angebot unterstützen zu wollen, sei "klar negativ", sagte der Händler. "Allerdings bleibt abzuwarten, was tatsächlich dabei herauskommt. Eon hat auf jeden Fall die finanziellen Mittel, die Übernahme zu stemmen. Alles andere ist erstmal nur heiße Luft." Zuvor war bekannt geworden, der italienische Versorger Enel sei bereit, Gas Natural bei einem höheren Gebot zur Übernahme des spanischen Energiekonzerns zu unterstützen.

Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hält die Übernahme für strategisch sinnvoll. Der Kaufpreis sei zwar nicht besonders günstig, aber auch nicht unangemessen hoch, so Hellgren. Er behält seine "Marketperformer"-Einstufung und das Kursziel von 98 Euro bei.

Auch die Analysten von ING bestätigten die Aktie mit "Buy". Das Übernahmeangebot sei eine "attraktive Gelegenheit" für die Endesa-Aktionäre, hieß es in einer am Mittwoch in London veröffentlichten Kurzstudie. Die Experten der HVB bestätigten Eon mit "Neutral" und bezifferten das Kursziel auf 91,70 Euro. Goldman Sachs betonte, die Bemühungen um Endesa passten zu dem Streben von Eon, zum "weltweit führenden Strom- und Gasversorger" zu werden.

Auch trotz der kritischen Haltung der spanischen Regierung und der Zurückhaltung des Endesa-Managements hält Eon an seinem Kaufangebot für den Energieversorger fest. Die Offerte sei besonders für die Aktionäre beider Unternehmen attraktiv sagte ein Eon-Sprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Die Madrider Regierung ist gegen eine Endesa-Übernahme durch den Eon-Konzern, will jedoch nicht von ihrem Vetorecht Gebrauch machen. Die Regierung verfügt bei dem früheren Staatskonzern Endesa über eine "goldene Aktie". Diese symbolische Beteiligung gibt ihr das Recht, gegen Entscheidungen von strategischer Bedeutung ein Veto einzulegen.

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