Aktienfokus
Eon und Degussa fest

Mit kräftigen Kursgewinnen haben die Aktien von Eon und Degussa am Freitag auf einen Pressebericht über die Übernahme des Spezialchemieunternehmens reagiert.

dpa-afx FRANKFURT. Mit kräftigen Kursgewinnen haben die Aktien von Eon und Degussa am Freitag auf einen Pressebericht über die Übernahme des Spezialchemieunternehmens reagiert. Die Titel des Energieversorgers Eon setzten sich gegen 10.50 Uhr mit plus 2,77 Prozent auf 85,02 Euro an die Spitze im Dax . Der Leitindex legte 0,77 auf 5 336,42 Zähler zu. Degussa-Papiere gewannen im MDax 2,58 Prozent auf 38,95 Euro, der Index für die mittleren Werte erhöhte sich um 0,12 Prozent auf 7 185,23 Zähler.

Marktteilnehmer verwiesen auf die Absicht von RAG-Chef Werner Müller, der dem Bericht im "Handelsblatt" zufolge das 43-Prozent-Paket von Eon am Spezialchemieunternehmen Degussa komplett übernehmen will. "Wenn der Preis gut ist, profitieren davon auch die Eon.-Aktien", sagte ein Händler. Analyst Ingo Becker von Kepler Equities äußerte sich ähnlich: "Es ist bekannt, dass Eon seinen Anteil verkaufen will. Jeder Schritt in diese Richtung wird also vom Markt begrüßt, solange der Preis stimmt", sagte der Analyst.

Analystin Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz hält die Komplettübernahme für wahrscheinlich. Gemäß Marktkapitalisierung wäre der Eon-Anteil an Degussa 3,4 Mrd. Euro wert. Die RAG will Degussa komplett übernehmen, um dann einzelne Teile auszugliedern. "Da die RAG auf Schulden von 4,6 Mrd. Euro sitzt, passt die angedachte Veräußerung der Bauchemie und Feinchemie von Degussa zu Finanzierungszwecken ins Bild", sagte die Analystin in einer aktuellen Studie.

Stegemann belässt die Einschätzung für Degussa-Papiere zunächst bei "Marketperformer" und das Kursziel bei 39 Euro. Sollten sich die Pläne erhärten, wäre nach Meinung der Analystin vermutlich eine Übernahmeprämie für die restlichen Aktionäre drin. "So hat die Aktie mittelfristig noch Potenzial nach oben", sagte Stegemann.

Dem "Handelsblatt"-Bericht zufolge will der RAG-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Eon-Chef Wulf Bernotatam kommenden Montag zu einer außerordentlichen Sitzung in Essen zusammenkommen. Dort Wolle Müller seine Pläne absegnen lassen.

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