Aktienfokus
Equitystory fällt am ersten Handelstag unter Ausgabepreis

Aktien des Börsenneulings Equitystory sind am Donnerstag belastet von einem sehr schwachen Marktumfeld unter ihren Ausgabepreis von 15,30 Euro gefallen. Gegen 14.00 Uhr fielen die Titel des Online-Dienstleisters im Xetra-Handel bis auf 15,10 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien des Börsenneulings Equitystory sind am Donnerstag belastet von einem sehr schwachen Marktumfeld unter ihren Ausgabepreis von 15,30 Euro gefallen. Gegen 14.00 Uhr fielen die Titel des Online-Dienstleisters im Xetra-Handel bis auf 15,10 Euro. Der Cdax verlor zeitgleich 2,22 Prozent auf 488,02 Zähler.

"In dem aktuell sehr schwachen Marktumfeld ist es schwierig, einen erfolgreichen Börsengang hinzulegen", sagte ein Händler. Dafür halte sich die Aktie noch ganz gut. Allerdings seien die Umsätze sehr gering, was bei der Ausgabe von lediglich rund 120 000 Aktien nicht verwunderlich sei.

Marketing- und Vertriebsleiter Robert Wirth von Equitystory äußerte sich positiv zum Verlauf des Börsengangs: "Wir sind zufrieden, besonders der erste Kurs über dem Ausgabepreis in diesem negativen Marktumfeld hat uns gefreut". Der Erlös soll insbesondere in die Kundenbetreuung und den Vertrieb gesteckt werden. Damit soll das Potenzial aus dem Kauf der Dgap voll genutzt werden. Ein Teil werde aber auch zur Verringerung der Kredite verwendet, das senke die Zinslast, sagte Wirth weiter.

Analyst Karsten Siebert war bereits vor dem Börsengang positiv gegenüber der Equitystory AG eingestellt. Die Aktien wurden in einer Studie vom 31. Mai mit "Kaufen" und einem Kursziel von 25 Euro eingestuft. Mit der Akquisition der Dgap sei dem Unternehmen ein "wahrer Coup" gelungen; erst durch diese Übernahme sei Equitiystory kapitalmarktfähig geworden. Die Wachstumsperspektiven seien hervorragend und die Einnahmen seien konstant. Zudem unterliegen sie nicht der Börsenzyklik, denn auch in einer Schwächephase des Marktes blieben die Meldeplichten bestehen.

Die Bewertung der Aktie sei zudem günstig. Auf Basis einer Ifrs-Bewertung und unter Berücksichtigung einer Halbierung der Zinslast durch den IPO-Erlös ergebe sich ein attraktives Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 16, schreibt der Analyst weiter.

Die Emission war nach Angaben von Equitystory fünffach überzeichnet. Im Rahmen der Kapitalerhöhung wurden insgesamt 108 180 Aktien zum Festpreis platziert. Dazu kam eine Mehrzuteilungsoption in Höhe von 16 227 Aktien, von denen sich Vorstand und Großaktionär Achim Weick trennt.

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