Aktienfokus
Euronext rutschen deutlich ins Minus

Nachdem der Übernahmepoker um Euronext am Montag einen neuen Höhepunkt erreicht hat, sind die Aktien der Fünf-Länder-Börse auf Berg- und Talfahrt gegangen. Nach anfänglich hohen Gewinnen rutschte das Papier zuletzt ins Minus und gab um 1,61 Prozent auf 73,40 Euro nach.

dpa-afx PARIS. Nachdem der Übernahmepoker um Euronext am Montag einen neuen Höhepunkt erreicht hat, sind die Aktien der Fünf-Länder-Börse auf Berg- und Talfahrt gegangen. Nach anfänglich hohen Gewinnen rutschte das Papier zuletzt ins Minus und gab um 1,61 Prozent auf 73,40 Euro nach. Der CAC 40 verlor bis 10.30 Uhr 1,60 Prozent auf 4 864,55 Punkte.

Die New Yorker Börse Nyse Group hatte am Morgen ein Übernahmeangebot für die Euronext abgegeben: Sie bietet je Euronext-Anteil 0,980 eigene Aktien und 21,32 Euro in bar. Kritisch zeigen sich die Analysten von der WestLB. Sie sprechen von einem begrenzten Synergiepotenzial zwischen Nyse und Euronext. "Daher raten wir Anlegern, heute ihre Positionen zu reduzieren."

Analyst Olaf Kayser von der Landesbank Rheinland-Pfalz schreibt in einer Studie: "Angesichts der politischen Lage räumen wir den Amerikanern höhere Chancen ein, in Paris zum Zuge zu kommen." Die Euronext will indes an diesem Nachmittag über die Übernahmeangebote der Nyse und der Deutschen Börse beraten. Der Frankfurter Marktbetreiber habe der Euronext am Wochenende weitere Details zur Übernahme genannt und wolle ein Gebot abgeben, das auf der Höhe des dreimonatigen Durchschnittskurses ab dem Zeitpunkt einer Vertragsunterzeichnung der beiden Börsen basiere, hieß es. Die Deutsche Börse lehnte einen Kommentar dazu ab, dementierte aber einen Bericht der "Financial Times" (Montag) über eine Offerte in Höhe von 90 Euro je Euronext-Aktie. Bei der angestrebten Fusion unter Partnern sei kein Aufschlag auf den jeweiligen Unternehmenswert vorgesehen, hieß es.

Positiv äußerten sich die Analysten von Cheuvreux: Sie stuften die Aktie der Euronext von "Underperform" auf "Outperform" hoch. Das Nyse-Angebot dürfte vom Markt und den Euronext-Management bevorzugt werden, heißt es in einer Studie vom Montag. Der Übernahmekampf gehe nun erst richtig los.

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