Aktienfokus
Fusion Mittal Arcelor schwächt Thyssen-Krupp

Die Fusion des luxemburgischen Stahlherstellers Arcelor und des britisch-indischen Konkurrenten Mittal Steel hat die Aktie von Thyssen-Krupp am Montag immer stärker belastet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Fusion des luxemburgischen Stahlherstellers Arcelor und des britisch-indischen Konkurrenten Mittal Steel hat die Aktie von Thyssen-Krupp am Montag immer stärker belastet. Händler machten dafür vor allem die Unsicherheit hinsichtlich des Verkaufs des kanadischen Stahlproduzenten Dofasco an Thyssen-Krupp verantwortlich.

Nach einem festen Start notierten die Thyssen-Krupp-Papiere über weite Strecken unverändert, rutschten in der zweiten Handelshälfte aber ab und gehörten zu den größten Verlierern im Dax . Bis 15.25 Uhr gaben sie 2,13 Prozent auf 25,25 Euro. Der Dax sank um 0,37 Prozent auf 5 509,07 Punkte.

"Der Verkauf von Dofasco an Thyssen-Krupp ist unwahrscheinlich geworden", sagte ein Frankfurter Händler. Zu dieser Einschätzung kam auch Analyst Christian Obst von der Hypovereinsbank (HVB). Mittal Steel werde im Rahmen der Fusion mit Arcelor nur 43 Prozent an dem Luxemburger Wettbewerber übernehmen und dieser halte an Dofasco fest, sagte Obst. Mittal hatte sich nach Angaben von Thyssen-Krupp vertraglich verpflichtet, Dofasco an den Düsseldorfer Konzern zu verkaufen, allerdings nur für den Fall, dass er die Kontrollmehrheit über Arcelor erreiche.

Auch Analyst Nils Lesser von dem Bankhaus Merck, Finck & Co. sieht ein klares Risiko, dass Thyssen-Krupp nicht zum Zuge kommt. Ein Frankfurter Händler ging indes davon aus, dass ein Verkauf von Dofasco notwendig wird, um Bedenken der US-Kartellbehörden gegen die Fusion Mittal/Arcelor auszuräumen. Arcelor hatte sich im Februar im Bieterwettstreit um Dofasco gegen Thyssen-Krupp durchgesetzt. Das kräftige Kursplus bei den Papieren kurz nach Börsenbeginn wurde von Marktteilnehmern auf eine möglicherweise mangelnde Liquidität zurückgeführt.

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