Aktienfokus
Hochtief fallen und Fraport kaum verändert nach BAA-Angebot

Die Aktien des größten deutschen Bauunternehmens Hochtief haben am Donnerstag mit Kursverlusten auf das höchste Angebot des britischen Konkurrenten BAA für den Betrieb des Flughafens in Budapest reagiert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien des größten deutschen Bauunternehmens Hochtief haben am Donnerstag mit Kursverlusten auf das höchste Angebot des britischen Konkurrenten BAA für den Betrieb des Flughafens in Budapest reagiert. Im frühen Nachmittagshandel rutschten die Papiere um 13.40 Uhr 1,84 Prozent auf 32,48 Euro. Zur gleichen Zeit verlor der MDax.ETR 0,45 Prozent auf 7 132,60 Punkte. Zeitweise gaben die Papiere von Hochtief in der Spitze bis zu 2,45 Prozent auf 32,28 Euro nach.

Die Aktien der Fraport , zweiter deutscher Bewerber im Rennen um den Flughafen Budapest, reagierten hingegen kaum auf die Vorentscheidung für die britische BAA. Die ebenfalls im MDax notierten Papiere der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens gaben um 0,26 Prozent auf 41,94 Euro nach.

"Besser Kein GeschÄFT ALS EIN Schlechtes GeschÄFT"

Mit dem Angebot der BAA deutet nun einiges darauf hin, "dass Hochtief bei der Auftragsvergabe leer ausgehen wird", sagte Analyst Gregor Elze von der Bayerischen Landesbank. Allerdings sah der Experte durch die Entwicklung keinen Nachteil für den Baukonzern. "Besser ist man macht kein Geschäft als ein schlechtes Geschäft", sagte Elze mit Blick auf den hohen Preis für den Flughafen Budapest.

"Sollten die Briten tatsächlich den Zuschlag erhalten, dann hätte Fraport ein zu teures Geschäft vermieden", sagte auch der Analyst Per-Ola Hellgren von der Landesbank Rheinland-Pfalz. In dem verpassten Geschäft in Budapest "sind zwar strategische Konsequenzen für die Fraport vorhanden, aber sie sind nicht gravierend", sagte Hellgren.

Nach eigenen Angaben bietet BAA für 75 Prozent minus einer Aktie an dem Flughafen der ungarischen Hauptstadt 1,255 Mrd. Pfund (rund 1,86 Mrd Euro). BAA befinde sich jetzt mit der ungarischen Privatisierungsbehörde in abschließenden Verhandlungen, teilte das Unternehmen mit. Hochtief und Fraport wollten sich nicht näher zur Auftragsvergabe in Ungarn äußern.

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