Aktienfokus
Infineon etwas schwächer

Infineon-Aktien haben sich am Freitag angesichts schwacher US-Vorgaben im Technologiesektor und nach dem Börsendebüt des Joint Ventures Inotera etwas schwächer entwickelt. Die Titel fielen um 10.45 Uhr gegen den Markttrend um 0,72 Prozent auf 8,27 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Infineon-Aktien haben sich am Freitag angesichts schwacher US-Vorgaben im Technologiesektor und nach dem Börsendebüt des Joint Ventures Inotera etwas schwächer entwickelt. Die Titel fielen um 10.45 Uhr gegen den Markttrend um 0,72 Prozent auf 8,27 Euro. Der Leitindex Dax legte zur gleichen Zeit 0,66 Prozent auf 5 936,69 Punkte zu.

Händler wiesen auf die schwachen Vorgaben der Halbleiterwerte in den USA hin. Der viel beachtete Philadelphia-Semiconductor-Index (SOX) hatte am Vorabend 3,23 Prozent verloren.

Zum Börsengang von Inotera, dem Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Halbleiter-Herstellers und der taiwanischen Nanya in Taiwan, waren die Meinungen gegensätzlich: "Das Börsendebüt hat eher enttäuscht und drückt daher auf den Infineon-Kurs", sagte ein Händler. Ein anderer Marktteilnehmer äußerte sich wohlwollender: "Inotera ist nicht enttäuschend. Die Aktie hat 4,5 Prozent zur Eröffnung zugelegt und konnte dann zumindest den Ausgabepreis halten." Angesichts der schwachen Vorgaben des Halbleitersektors habe man nicht mehr erwarten können.

Insgesamt ist der Inotera-Börsengang nach Ansicht des Händlers zwar keine Sensation, er sollte aber dennoch genug Mut geben, Infineons Dram-Sparte an den Kapitalmarkt zu bringen. Für Infineon gilt der Börsengang seines Joint Ventures als Stimmungstest. Die Münchner wollen ihre schwankungsanfällige Speicherchip-Sparte abspalten und bevorzugen dafür einen Börsengang.

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte Infineon unterdessen auf "Underperform". Das Kursziel zum Jahresende liege bei 7,50 Euro. Kurzfristig betrachtet äußerte sich Analyst Thomas Hofmann jedoch eher positiv: Trotz nachlassender Preise liege das Preisniveau bei den Dram-Chips noch über dem Vorquartal. In Verbindung mit sinkenden Produktionskosten dürfte dies zu einem spürbar besseren Quartalsergebnis in der Branche führen. Die aktuelle Schwäche könnte kurzfristig als günstige Einstiegsgelegenheit genutzt werden.

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