Aktienfokus
Infineon knapp behauptet

Aktien von Infineon Technologies sind am Freitag nach einer Klage wegen Preisabsprachen unter Druck geraten. Die Papiere sackten im frühen Handel bis auf 8,33 Euro ab, erholten sich aber wieder und lagen zuletzt mit minus 0,12 Prozent bei 8,51 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien von Infineon Technologies sind am Freitag nach einer Klage wegen Preisabsprachen unter Druck geraten. Die Papiere sackten im frühen Handel bis auf 8,33 Euro ab, erholten sich aber wieder und lagen zuletzt mit minus 0,12 Prozent bei 8,51 Euro. Der Dax gab gleichzeitig 0,59 Prozent auf 5 494,75 Zähler ab. Der New Yorker Staatsanwalt Eliot Spitzer verklagt sieben führende Chiphersteller wie Infineon Technologies und Samsung Electronics wegen illegaler Preisabsprachen.

"Die Klage ist nicht zu unterschätzen vom Umfang her", sagte Analyst Theo Kitz von Merck Finck. Das könne schon teuer werden. Kitz erwartet eine schnelle außergerichtliche Einigung. Den geplanten Börsengang der Chip-Sparte Qimonda sieht er durch die Klagen nicht gefährdet. "Ich glaube nicht, dass dies den Börsengang verhindern oder verschieben wird." Allerdings sei es natürlich kein so gutes Timing, denn Qimonda solle an der New Yorker Börse gelistet werden. "Wenn dann gerade in den USA solche Klagen kommen ist das nicht so gut für das IPO."

Analyst Karsten Iltgen von der WestLB betrachtet die Klagen nicht so pessimistisch. "Das ist zwar ärgerlich", sagte Iltgen. "Ich glaube aber nicht, dass es zu sehr hohen materiellen Schäden bei Infineon führen sollte." Auch bei früheren Klagen wegen Preisabsprachen seien die Summen zunächst deutlich höher gewesen als der Betrag, den Infineon schließlich gezahlt habe. So habe sich Infineon bei der Klage des US-Justizministeriums wegen Preisabsprachen im Zeitraum 1998 bis 2002 schuldig bekannt und außergerichtlich zu einer Zahlung von 160 Mill. Dollar Schadenersatz verpflichtet. Im Rahmen einer Sammelklage von PC-Herstellern habe Infineon für den selben Tatbestand 20 Mill. Dollar gezahlt.

Der Chiphersteller Infineon Technologies will sich zur drohenden Klage mehrerer US-Bundesstaaten wegen illegaler Preisabsprachen nicht äußern. "Wir kommentieren dies nicht", sagte Infineon-Sprecher Günter Gaugler der dpa-AFX am Freitag in München.

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