Aktienfokus
K+S sehr schwach

Gewinnmitnahmen haben die Aktien des Düngemittelherstellers K+S am Mittwoch nach Einschätzung von Experten kräftig unter Druck gesetzt.

dpa-afx FRANKFURT. Gewinnmitnahmen haben die Aktien des Düngemittelherstellers K+S am Mittwoch nach Einschätzung von Experten kräftig unter Druck gesetzt. Nachdem die Papiere des Unternehmens aus Kassel im vorbörslichen Handel nach einem unerwartet hohen Quartalsumsatz im vorbörslichen Handel noch zulegten, rutschten sie gegen 9.45 Uhr um 4,08 Prozent auf 72,20 Euro ab. Zur gleichen Zeit verlor der Index der Nebenwerte am Tag der Hauptversammlung der K+S 0,31 Prozent auf 9 127,08 Punkte.

Nach Einschätzung der Landesbank Rheinland-Pfalz setzten Gewinnmitnahmen die Papiere von K+S unter Druck. Zuletzt sei die Aktie des Kasseler Unternehmens sehr gut gelaufen und nun "ist die Luft nach oben begrenzt", sagte Analystin Silke Stegemann. Die Quartalszahlen bezeichnete die Expertin als "im Rahmen der Erwartungen". Das Salzgeschäft habe zum Jahresbeginn "zwar gebrummt". Allerdings habe die Messlatte der Markterwartungen sehr hoch gelegen und so habe es keine positive Überraschung gegeben, sagte Stegemann.

Zuvor hatte bereits die Hypovereinsbank die Papiere des Düngemittelherstellers angesichts des kräftigen Kursanstiegs in den vergangenen Wochen von "Outperform" auf "Neutral" herabgestuft. Die Quartalszahlen lieferten zudem keinen zusätzlichen Schub für die Aktien, hieß es in einer Studie zur Begründung.

Das Unternehmen aus Kassel erhöhte nach einem kräftigen Erlös- und Gewinnschub im ersten Quartal die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Der Umsatz solle demnach im laufenden Jahr auf rund 2,9 Mrd. Euro klettern. Bisher waren lediglich "gut" 2,8 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden. Das operative Ergebnis dürfte sich weiterhin positiv entwickeln, hieß es.

Im Fokus der heutigen Hauptversammlung dürfte nach Einschätzung von Analysten der Helabatrust die jüngste Salz-Akquisition in Chile (Sociedad Punta de Lobos) stehen. Gleichzeitig sollte sich das Management den Rückkauf eigener Aktien von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals genehmigen lassen. Schließlich werde noch über den Dividendenvorschlag des Unternehmens von 1,80 Euro je Anteilsschein abgestimmt.

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