Aktienfokus
Metro knapp behauptet und Praktiker schwach

Metro-Aktien haben sich am Dienstag nach der Ankündigung des Anteilsverkaufs an der Baumarktkette Praktiker nach anfänglichen Kursgewinnen knapp behauptet entwickelt. Praktiker reagierten mit deutlichen Verlusten.

dpa-afx FRANKFURT. Metro-Aktien haben sich am Dienstag nach der Ankündigung des Anteilsverkaufs an der Baumarktkette Praktiker nach anfänglichen Kursgewinnen knapp behauptet entwickelt. Praktiker reagierten mit deutlichen Verlusten. Bis 10.35 Uhr fiel das Papier am MDax-Ende um 3,71 Prozent auf 21,28 Euro, während der Index der mittelgroßen Werte um 0,08 Prozent auf 8 676,08 Punkte stieg. Metro fiel um 0,32 Prozent auf 43,60 Euro. Der Dax gab um 0,68 Prozent auf 5.96 259 Zähler nach.

Der Einzelhandelskonzern verkauft den verbliebenen Anteil an der Baumarktkette früher als zuvor geplant. Die restlichen 40,5 Prozent der Praktiker-Aktien würden mit Hilfe der Deutschen Bank, ABN Amro und Jpmorgan am Kapitalmarkt platziert, hatte teilte Metro am Montag mitgeteilt. Der im Rahmen des Börsengangs mit den Joint Bookrunners vereinbarte Lock-up sei einvernehmlich verkürzt worden.

Analyst Michael Punzet von der Landesbank Rheinland-Pfalz hob das Kursziel für die Titel 42 auf 45 Euro an. Die Einstufung "Marketperformer" bestätigte er. "Auf Basis des gestrigen Schlusskurses der Praktiker-Aktie bei 22,10 Euro ergibt sich für Metro ein Buchgewinn von rund 175 Mill. Euro, welcher im zweiten Quartal 2006 verbucht werden dürfte", führte der Experte aus.

"Zwar ist die Entscheidung Metros zum Anteilsverkauf keine Überraschung, wohl aber der Zeitpunkt der Platzierung", sagte Experte Nils Lesser von Merck Finck & Co. Die Preisbildungsspanne für die Praktiker-Platzierung dürfte ihm und Händlern zufolge zwischen 20,40 und 21,40 Euro liegen und damit deutlich unter dem Vortagsschluss von 22,03 Euro. Lesser bestätigte sein Anlageurteil "Hold" für Metro.

"Der Zeitpunkt für den Verkauf des Praktiker-Anteils ist nicht vertrauenserweckend", urteilte ein Händler. Die Praktiker-Aktie sei seit der Veröffentlichung von Jahreszahlen und Ausblick im Abwärtstrend, begründete er. "Der kurzfristige Einfluss auf Praktiker ist logischerweise negativ, mittelfristig dürften die Aktien aber wegen des dann höheren Gewichts im MDax Unterstützung finden."

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